Keine Medaille bei EM für Nationalteam. Das favorisierte österreichische Nationalteam der Herren mit dem Waidhofner Daniel Hochleitner musste sich bei der EM in Israel mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Von Tanja Richter. Erstellt am 04. September 2019 (02:31)
AFBÖ
Österreichs Flag Football-Nationalteam landete mit dem gebürtigen Waidhofner Daniel Hochleitner (stehend, 3.v.r.) an fünfter Stelle.

Österreich zählt im Flag Football zu einer der führenden Nationen. Bei der diesjährigen Europameisterschaft in Jerusalem (Israel) trat das österreichische Herren-Nationalteam als Titelverteidiger sowie amtierender Vizeweltmeister mit großen Ambitionen an. Mit dem gebürtigen Waidhofner und nunmehrigen Allentsteiger Daniel Hochleitner, der als absoluter Führungsspieler gilt, war auch das Waldviertel vertreten. „Wir sind mit großen Erwartungen angereist, da auch die Vorbereitung gut verlaufen ist,“ erklärt Hochleitner.

Nach einem sensationellen Start für das Flag-Football-Nationalteam mit drei überzeugenden Siegen gegen Frankreich, Russland und Schweden, sah alles nach einem sicheren Ticket für das Semifinale aus. Allerdings gab es für die Auswahl von Headcoach Dietmar Furthmayr eine unerwartete Niederlage gegen Israel. So musste Österreich im Viertelfinale gegen Italien antreten. Dieses Spiel wurde gegen den späteren Finalisten mit 22:40 verloren. Die Gegner der Österreicher waren in diesem Spiel gut eingestellt und hatten auch einige Male das Glück auf ihrer Seite. Somit blieb Österreich zum ersten Mal seit 2007 ohne Medaille bei einer Europameisterschaft. Im Spiel um Platz fünf zeigte das Nationalteam nochmals auf und besiegte Großbritannien knapp mit 19:12.

"Der fünfte Platz ist mit Sicherheit nicht unser Anspruch"

Für Herren-Headcoach Dietmar Furthmayr zeigt sich im Flag Football ein positiver Trend: „Das ist nicht das Ergebnis, das wir uns erwartet haben. Aber man sieht, dass die Dichte bei den Teams in Europa sehr hoch geworden ist.“ Daniel Hochleitner, der sich im Spiel gegen Italien auch noch unglücklich am Knie verletzte, bekräftigt die Worte seines Trainers: „Der fünfte Platz ist mit Sicherheit nicht unser Anspruch und gibt uns zum Denken. Mit meiner persönlichen Leistung bin ich nicht unzufrieden, es haben aber überall Kleinigkeiten gefehlt.“

Laut dem Waldviertler ist Flag-Football deutlich athletischer geworden und auch die Videoanalyse wird immer bedeutsamer. Bei beiden Aspekten hätte Österreich noch Aufholbedarf. Nun gilt bereits die volle Konzentration auf die WM 2020 in Dänemark, wo das Nationalteam wieder zurückschlagen möchte. Im Finale standen sich schließlich Dänemark und Österreich-Bezwinger Italien gegenüber. Die Dänen setzten sich klar mit 52:35 durch.

Bei den Damen lief es hingegen deutlich besser. Mit einem 34:19 Erfolg gegen Dänemark holte Österreich Bronze, Gold ging an Spanien.