Top-Tennis, viele Zuschauer und Favoritensiege

Erstellt am 10. August 2022 | 02:44
Lesezeit: 3 Min
Rückkehr der Rollstuhltennis-Elite nach Groß-Siegharts war ein voller Erfolg. Siege an Takuya Miki und Zhenzhen Zhu.
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Mit dem österreichischen Finalisten wurde es wieder nichts. Ein Riesenerfolg wurde das Comeback des größten österreichischen Rollstuhltennis-Turniers in Groß-Siegharts trotzdem. 60 Behindertensportler aus 20 Nationen matchten sich bei den 33. sVersicherung Austrian Open um das Rekordpreisgeld von 30.000 US-Dollar, was das Turnier zu einem der Top-Events auf der weltweiten „Uniqlo Wheelchair Tennis Tour“ und dem höchstdotierten „ITF 2 Series“-Turnier der Welt macht. Dementsprechend lockte das Turnier auch die Top-Spieler ins Waldviertel. Die Siege gingen an die top-gesetzten Spieler.

So standen einander im abschließenden Herrenfinale am Sonntagvormittag mit dem US-Amerikaner Casey Ratzlaff und dem Japaner Takuya Miki die Nummer 3 und die Nummer eins des Turniers gegenüber. Die volle Zuschauertribüne sah ein sportlich hochklassiges Match, nach zweieinhalb Stunden mit 6:3 und 7:5 an Miki ging.

Die große Hoffnung auf eine rot-weiß-rote Finalteilnahme, Österreichs Nummer eins Nico Langmann, startete gut in die Woche, spielte souverän, musste aber im Halbfinale gegen Ratzlaff die Segel streichen – unterlag in zwei Sätzen 3:6 und 6:7. Die Einzelfinalisten standen auch im Doppelfinale, diesmal Seite an Seite. Dort mussten sie sich allerdings den Überraschungssiegern Dahnon Ward und Andrew Penney geschlagen geben.

Bei den Damen schnappte sich ebenfalls die Nummer eins den Turniersieg. Die aktuell in Höchstform agierende Chinesin Zhenzhen Zhu holte sich den dritten Titel innerhalb von drei Wochen. Sie besiegte im Finale die Französin Emmanuelle Mörch, die erstmals im Finale der Austrian Open stand. Im Doppel sicherte sich Mörch mit ihrer deutschen Partnerin Katharina Krüger souverän den Titel.

Auch im Quadsbewerb gewann Topfavorit Ymanitu Silva aus Brasilien in einer sehr umkämpften Partie gegen den Slovaken Tomas Masaryk letztlich doch und holte seinen ersten Titel in Siegharts. Die beiden Finalisten gewannen miteinander auch das Doppel.

Neben dem sportlichen Aspekt kamen die Austrian Open dem großen soziale Ziel der gelebten Integration einen Schritt näher. 160 ehrenamtliche Mitarbeiter aller Altersklassen halfen zusammen und stellten die Behindertensportler in den Mittelpunkt. Auch das Zuschauerinteresse war deutlich gesteigert.