Hans-Jürgen Fanter - Der Ultra-Mann. Hans-Jürgen Fanter absolvierte den „Über-Drüber- Ultramarathon“ mit 63 Kilometern und 1.950 Höhenmetern.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 08. Juni 2017 (02:19)
privat
Erschöpft ins Ziel: Hans-Jürgen Fanter.

Hans-Jürgen Fanter, Langstrecken-Spezialist des LTU Waidhofen stellte sich einer großen Herausforderung: Er nahm am „Über-Drüber-Ultramarathon“ in Kirchdorf/Krems (Oberösterreich) teil. Dabei galt es 63 Kilometer, gepaart mit 1.950 Höhenmetern zu absolvieren. Bereits 2014 war Fanter dort unterwegs, allerdings „nur“ über die klassische Marathon-Distanz von 42,195km. Diesmal wagte er sich an die Ultra-Distanz. In 6:45:48 Stunden finishte er schließlich als Vierter! Damit war der 41-Jährige genau in seinem persönlichen Soll: „Meine Wunschzeit war 6:30 Stunden, das Minimalziel waren 7 Stunden.“

Schon die Vorbereitung lief mit 1.400 Kilometern Laufttraining in diesem Jahr bzw. 550km am Ergometer ideal, zuletzt war Fanter unter anderen beim Wien Energie-Halbmarathon, dem Linz-Marathon oder dem „Wings for life world run“, wo er knapp 31km abspulte, am Start.

Die Teilnahme in Kirchdorf stellte aber nochmals alles in den Schatten. Manche Passagen waren beispielsweise so steil, dass der Sportler diese gehend – und nicht mehr laufend – passieren musste. „In der dritten Runde musste ich dem hohen Anfangstempo und den schwindenden Kräften Tribut zollen. Die drohenden Krämpfe waren fast bei jedem Schritt zum Greifen nahe, sind aber zum Glück doch nicht eingefahren“, so Fanter, der pro Runde sieben Kilometer nur bergauf laufen musste!

Lust auf weitere Ultra-Marathons hat der Sportler aus Weikertschlag nun aber auf jeden Fall bekommen. Sein nächstes Ziel ist allerdings die Verbesserung seiner Marathonzeit, die er im Herbst in Berlin in Angriff nehmen wird.