Marathon der Rekorde. Neuerlich fiel beim Berlin-Marathon am Wochenende der Weltrekord. Im Sog der Geschwindigkeit stellten auch Mario Bauer und Wolfgang Bruckner Bestleistungen auf.

Erstellt am 30. September 2014 (10:09)
Schon traditionell läuft eine Abordnung des LTU Waidhofen beim Berlin-Marathon mit. Bei der heurigen 41. Auflage stellte sich ein Sextett um Erich Scharf, Joachim Mödlagl, Emmerich Kuttner, Christian Mayer, Mario Bauer und Wolfgang Bruckner zum Erinnerungsfoto unter dem Brandenburger Tor zusammen.
NOEN, privat

Wenn in der deutschen Bundeshauptstadt unter dem Brandenburger Tor der Berlin-Marathon gestartet wird, ist schon mittlerweile traditionell eine Abordnung des LTU Waidhofen mit dabei. Heuer mischten sich unter die 22.209 Finisher zur 41. Auflage gleich sechs Waidhofner.

Dass Berlin ein schnelles Marathonpflaster ist, stellte nicht nur der Sieger Dennis Kimetto aus Kenia unter Beweis, der mit 2:02.57 Stunden einen neuen Weltrekord aufstellte (auch der Zweitplatzierte Emmanuel Mutai unterbot den bisherigen Weltrekord: 2:03.13), sondern auch LTU-Athlet Mario Bauer, der nach 2:39.30 finishte und damit seine persönliche Bestleistung gleich um sechs Minuten nach unten schraubte.

Mödlagl und Scharf tauschten die Plätze

Nur fünf Österreicher waren schneller als Bauer, der die zweite Hälfte der 42km sogar schneller absolvierte, als die erste. Am Ende stand Gesamtplatz 176 auf der Zeittafel.

Auch Wolfgang Bruckner ist noch nie schneller gelaufen, als bei dieser 41. Auflage des Berlin-Marathons. Mit einer Zeit von 2:59.30 std kam er exakt 20 Minuten nach Bauer ins Ziel und – was für ihn viel wichtiger war – blieb erstmals unter der 3-Stunden-Marke.

Gemeinsam wollten Erich Scharf und Joachim Mödlagl durch die Straßen Berlins laufen. Nach 20 Kilometern trennten sich jedoch die Wege, da LTU-Mastermind Scharf nachlassen musste. Mödlagl lief davon, übernahm sich dabei aber offensichtlich ein wenig. Ab Kilometer 38 fiel er zurück, Scharf zog wieder vorbei. Seine Befürchtungen, nicht unter die drei Stunden zu kommen bewahrheiteten sich allerdings – 3:05.31 (Platz 1.625). Mödlagl verlor auf den letzten vier Kilometern sieben Minuten auf seinen Vereinskollegen (3:15.50), überquerte aber auch noch als 2435. die Ziellinie.

Gleichmäßigkeit wurde bei LTU-Oldboy Emmerich Kuttner großgeschrieben. Seinen Kilometerschnitt von 5:20 Minuten hielt er 35 Kilometer lang und musste aber zum Schluss Fersengeld bezahlen – 3:47.03. Ruhiger ging es Christian Mayer von Start weg an. Mit durchschnittlichen 6 Minuten pro Kilometer konnte er den Berlin-Marathon lange auskosten – 4:30.45.