WM-Silber für Waidhofner

Christoph Kerschner belegte in Rumänien mit „Galilei“ den zweiten Platz.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 02:02

Bereits zum dritten Mal in Folge konnte ein Waidhofner den Vizeweltmeister Titel in der Gebrauchshundesportart „Mondioring“ nach Waidhofen an der Thaya holen. Nachdem Stefan Bittner bei den letzten beiden Weltmeisterschaften in Polen und Tschechien den zweiten Platz belegte, konnten sich bei der diesjährigen WM, die in Pecica, Rumänien ausgetragen wurde, Christoph Kerschner und sein fünfjähriger Belgischer Schäferhund „Galilei of Braveheart Oradinum“ den Vizeweltmeister Titel sichern.

Mondioring ist eine Gebrauchshundesportart, die aus den Disziplinen Unterordnung, Sprünge und Schutzdienst besteht. Während der gesamten Prüfung muss der Hundeführer seinen Hund ohne Leine und Halsband führen und insgesamt in diesen drei Disziplinen 17 Übungen, wie zum Beispiel im Bereich der Unterordnung das Apportieren diverser Gegenstände, die Futterverweigerung und Ablage trotz Ablenkung absolvieren. Im Bereich der Sprünge müssen die Hunde einen vier Meter Weitsprung, eine 1,2 Meter Hürde sowie eine 2,3 Meter hohe Palisade überwinden. Der Hauptteil einer Mondioring Prüfung ist jedoch der Schutzteil.

Dabei werden der Mut, Durchsetzungswille und vor allem auch der Ausbildungsstand der Hunde überprüft. Es sind insgesamt sieben Schutzübungen zu absolvieren, wie beispielsweise die Führerverteidigung, das Suchen eines Figuranten im Schutzanzug oder das Bewachen eines Gegenstandes sowie diverse Angriffe. Christoph Kerschner und Galilei gingen mit Startnummer 31 von insgesamt 40 Teams aus 15 Nationen an den Start. Mit einer sehr soliden Vorstellung konnten die Beiden, die bis zu diesem Zeitpunkt führende US-Amerikanerin Gina Gaetano vom ersten Platz verdrängen. Schlussendlich gelang es nur noch der Wienerin Martina Praunias, die Leistung des Teams aus Waidhofen zu überbieten und sie konnte damit zum dritten Mal in Folge die Mondioring Weltmeisterschaft gewinnen, was noch niemand zuvor schaffte. Mit Christian Fliehser auf Platz vier und Anel Dzafic auf Platz acht konnten sich zwei weitere Österreicher einen Top Ten Platz sichern.

Somit holte das Österreichische Team auch zum dritten Mal in Folge den Mannschaftsweltmeistertitel mit überlegenem Vorsprung vor den Teams aus Belgien und Israel und ist damit die derzeit erfolgreichste Mondioring Nation der Welt.