Athletes for Ukraine Team Waldviertel: „Die Truppe macht es besonders“

Erstellt am 17. August 2022 | 02:52
Lesezeit: 3 Min
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Großer Jubel im Ziel in St. Georgen am Attergau. Das „Athletes for Ukraine Team Waldviertel“, um die Fahrer Stefan Schrenk, Jürgen Hahn, Günther Fiedler und Bernhard Hahn (am Bild mit dem gesamten Betreuerstab um Teamchef Alexander Apolt), holte beim Race Around Austria Rang fünf.
Foto: Martin Grenadia
„Athletes for Ukraine Team Waldviertel“ erlebte tolles Race Around Austria – von schnellen Zeiten und Spenden durchs Autofenster.
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Das Race Around Austria wurde vergangene Woche ausgetragen. Mit dabei waren auch wieder einige Waldviertler. Neben dem Drosendorfer Michael Kaufmann, der alleine die Ost-Österreich-Strecke RAA 1500 absolvierte (89:12std), gaben sich der Vitiser Stefan Schrenk, der Waldensteiner Günther Fiedler, der Oberlainsitzer Jürgen Hahn und der Zwettler Bernhard Hahn im Viererteam das RAA Extreme – die komplette Runde um Österreich (2.200km/30.000hm). Als „Athletes for Ukraine Team Waldviertel“ stellten sie dabei den Benefizgedanken in den Vordergrund und sammeln rund um das Rennen auch Spenden.

65 Stunden hat sich das Quartett für die Umrundung Österreichs im Vorfeld gegeben – knapp 66 Stunden hat es letztlich gedauert (65:58std). Da bleibt kaum Zeit für Komplikationen. Und die gab es bis auf teils viel Verkehr auch nicht. „Wir sind sehr gut durchgekommen, alles hat top funktioniert“, resümierte Stefan Schrenk. „Die Stimmung im Team war super.“

Stark war auch das Starterfeld im Vierer-Team-Bewerb

Der Sieg ging an „CLR Sauwald Cofain 699“, unter anderem mit Amadeus Cosimo Lobe und Thomas Mayr, die heuer beim Race Around Niederösterreich Staatsmeister im Zweierteam geworden sind (RAN-Einzelsiegerin Elena Roch triumphierte übrigens im Damen-Einzel). In 60:23std legte das Quartett eine Traumzeit hin. „Generell war im Teambewerb die Geschwindigkeit sehr hoch. Das ist natürlich einerseits toll fürs Rennen“, sagt Schrenk. „Aber andererseits wären wir mit unserer Zeit in den vergangenen Jahren Zweiter geworden. Das ist etwas bitter. Aber wir sind sehr zufrieden.“

Jede Menge Höhepunkte für „Athletes for Ukraine Team Waldviertel“ 

 „Was es ausmacht, ist, dass du das als Truppe gemeinsam bewältigst, die Emotionen, das Zusammenspiel zwischen Fahrern und Betreuern“, schildert Schrenk. „Besonders spektakulär sind immer die Nachtfahrten. Das ist etwas, das du normal nicht machst. Und dann hat noch jeder seine eigenen Highlights im Rennen.“

Bergliebhaber Schrenk erlebte den seinen Richtung Westösterreich, als es immer bergiger wurde. Das Gegenteil liebt Bernhard Hahn, für den die Abfahrten herausstachen. „Im Montafon haben wir die Abfahrt noch bei Tageslicht geschafft. Der Ausblick, dieses Lichtspiel waren wunderschön“, so Schrenk.

Besonders war dann auch die Zieleinfahrt. Die letzten vier Kilometer nach St. Georgen am Attergau bestritten Schrenk, Fiedler und die beiden Hahns gemeinsam in einer Art Team-Zeitfahrmodus. „Jeder hat noch einmal seine letzten Reserven herausgeholt. Das war ein toller Abschluss“, sagte Schrenk.

Noch nicht abgeschlossen ist die Spendenaktion, die auch sehr gut läuft

 „Ein absoluter Höhepunkt war, als im Stau bei Mittersill eine Frau ans Fenster vom Betreuerfahrzeug geklopft hat und uns 100 Euro Spende reingegeben hat“, schmunzelt Schrenk. Das selbst gesteckte Spendenziel von 10.000 Euro werde man erreichen, ist er zuversichtlich. Damit soll ein Kleinbus für Trainings- und Wettkampffahrten für die Tschernihiw Regional Specialized Children’s and Youth School of the Olympic Reserve angeschafft werden, da alle Fahrzeuge bei einem russischen Bombenangriff zerstört wurden. Spenden kann man weiterhin online unter: http://bit.ly/3deK3oW