Stefan Schrenk hebt ab Richtung Irland. Stefan Schrenk (38) startet am Sonntag beim 2.200km langen Race Around Ireland, will das für seine Wetterkapriolen bekannt Ultrarennen in fünf Tagen abschließen.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 22. August 2018 (02:33)
Beim Gmünder Sporttag vor zwei Wochen bestritt Stefan Schrenk so eine Art Generalprobe.
Köpf

Viermal noch schlafen, dann startet Stefan Schrenk in sein großes Abenteuer, nimmt er am Sonntag das Race Around Ireland in Angriff (die NÖN berichte bereits im Vorfeld). „Ich fühle mich gut“, sagt der Vitiser. „Die Vorbereitung war sehr gut.“

Am Ende der Vorbereitung stand noch einmal ein kleiner Wettkampf, nahm er doch vor zwei Wochen beim Gmünder Sporttag am Radmarathon teil. Risiko ist er dabei aber keines mehr eingegangen. In den letzten Tagen, bevor es am Mittwoch ins Flugzeug nach Irland geht, setzte er überhaupt noch einmal auf Regeneration. „Die Akkus noch einmal aufladen, bevor es losgeht“, sagt er.

„Du kannst in Irland an einem Tag vier Jahreszeiten erleben, tagelang starken Gegenwind haben.“ Stefan Schrenks größter Gegner ist das Wetter 

Davor war‘s ganz schön intensiv. Bis zu zehneinhalb Stunden lange Einheiten wechselten sich ab mit kürzeren Intervalltrainings. „Dazwischen ging‘s noch ein paar mal auf den Mandelstein“, erzählt er. Da kam dem Stiegen- und Türenproduzenten zugute, dass die Landschaft auf der Grünen Insel mit der im Wald- und Mühlviertel gut vergleichbar ist, er sich daheim also gut vorbereiten konnte.

Mit 9-Mann-Team & 400 Kilo Gepäck nach Irland

Mit Schrenk tritt ein neunköpfiges Team die Reise nach Irland an, sieben Betreuer und zwei Fotografen und Filmer. Dazu noch 400 Kilogramm an Gepäck. „Wir haben wirklich alles mit, müssen uns vor Ort um nichts mehr kümmern“, schildert er. Außer um Autos. Die borgt man sich vor Ort aus. „Wir haben überlegt, unsere Teamautos mitzunehmen, aber, wenn man so lange auf den irischen Straßen unterwegs ist, ist es besser, einen Rechtslenker zu haben.“

Von der Braveheart-Burg Trim Castle aus geht‘s nördlich gegen den Uhrzeigersinn um die Insel. Die 2.200km und 22.000hm will Schrenk zügig und mit wenig Pausen bewältigen. Die ersten zwei Nächte will er durchfahren, danach einen kurzen Powernap einlegen. „Alles sehr flexibel.“ Das Ziel will er am 30. August erreicht haben. „Wenn alles glattgeht“, betont er.

Denn das RAI ist für seine Wetterkapriolen bekannt. „Du kannst an einem Tag vier Jahreszeiten erleben, tagelang starken Gegenwind haben.“ Wie in den vergangenen Tagen, als ihn eine steife Brise von bis zu 75km/h erwartet hätte. „Jetzt ist es wieder besser, es soll sich weiter stabilisieren“, sagt er. Und dann fünf Tage gut bleiben – soweit der Wunsch…