Klare Niederlage trotz 1:0-Führung. Jankovic sorgte für den perfekten Start, doch am Ende jubelten die Ebreichsdorfer über drei Punkte.

Von Michael Salzer. Erstellt am 16. September 2014 (10:38)
Bitte gut anschnallen! Am Freitagabend ist das zurzeit stärkste Landesliga-Team im Waidhofner Birkenstadion zu bewundern: Der SV Leobendorf (vorne: Patrik Batoha) musste im laufenden Kalenderjahr erst eine Niederlage hinnehmen und vergab auch beim Remis in Krems (li. Robert Fekete) die besseren Chancen.
NOEN, Sommer

EBREICHSDORF - WAIDHOFEN 4:1. Nach der 1:5-Heimpleite gegen Krems kassierten die Waidhofner auch beim zweiten Aufsteiger eine hohe Niederlage.

Dabei stand es schon nach sieben Minuten 1:0 für sein Team: Nach Vorarbeit von Stefan Schimmel traf Milan Jankovic mit links und Effet ins lange Eck. Doch dann wurden die Hausherren immer stärker, drehten die Partie noch vor dem Pausenpfiff um: Die Waidhofner Viererkette wurde zweimal mit flachen und präzisen Steilpässen ausgehebelt, der starke ASK-Kapitän Alexander Schörg brach über die linke Flanke durch, netzte beide Male mit rechts ein (35., 45.). „Das zweite Tor war vor allem vom Zeitpunkt her ein Wahnsinn, hat uns extrem weh getan“, erklärte SVW-Coach Helmut Lamatsch. „Da haben wir uns taktisch ungeschickt verhalten, hätten das 1:1 in die Pause bringen müssen.“

Lamatsch: „Bei uns ist der Wurm drinnen“

So waren die Waldviertler im zweiten Durchgang zur offensiveren Ausrichtung gezwungen. Doch während Daniel Meyer bei der eindeutig besten Möglichkeit aus kurzer Distanz vergab, gelang auf der anderen Seite die Entscheidung: Der eingewechselte Christopher Pinter schloss zwei Konter erfolgreich ab, netzte binnen vier Minuten im Doppelpack ein – 4:1 (81.).

„Wir haben vielleicht das eine oder andere Tor zu viel bekommen, aber sie haben verdient gewonnen“, musste Lamatsch zugeben. „Momentan ist bei uns so richtig der Wurm drinnen. Einige Leistungsträger sind nicht in Hochform. Hinten machen wir immer wieder entscheidende Fehler, vorne nützen wir unsere Chancen nicht konsequent genug aus.“