Lamatsch: "Ein paar PS haben gefehlt". Trotz Überzahl konnten die Waidhofner am hitzigen Sonntag in Würmla keine Druckphasen erzeugen.

Von Wolfgang Stritzl und Michael Salzer. Erstellt am 30. September 2014 (11:08)
Die seltsame Logik des Fußballs: Würmla-Stürmer Frank Egharevba (M.) war in der ersten halben Stunde der auffälligste Mann am Platz - nach seinem Ausschluss ging auf beiden Seiten nichts mehr.
NOEN, Wolfgang Stritzl

WÜRMLA - WAIDHOFEN 0:0. Nach einer halben Stunde war die Partie am Sonntag Nachmittag gelaufen: Bei spätsommerlich-warmen Bedingungen sorgte Schiedsrichter Johannes Toiflhart mit fünf gelben Karten binnen sieben Minuten für erhitzte Gemüter. Zwei davon sah mit Frank Eghavreba der stärkste Würmla-Kicker – zuerst eine berechtigte wegen Kritik, dann eine äußerst strittige, weil der nigerianisch-österreichische Torjäger über die Beine von Peter Balta gestolpert war. „Der Ausschluss war schon ein bissl hart“, gab sogar Waidhofen-Trainer Helmut Lamatsch zu. Ohne Egharevba brachten die Gastgeber vorne nichts mehr zustande und machten hinten dicht – die logische Folge daraus war ein Fußballspiel ohne Tore oder sonstige Höhepunkte. Nur einmal musste Würmla-Tormann Ertan Uzun eingreifen, als er nach einer Freistoß-Flanke von Michael Pischinger, die gefährlich in Richtung kurzes Eck abgefälscht wurde, ein Eigentor verhinderte (55.).

Gerechtes Remis nach lauer Partie

„Eine laue Partie ohne zwingende Chancen“, so lautete das kurze und prägnante Resümee von Helmut Lamatsch. Warum ist es nicht gelungen, die frühzeitig dezimierten Würmlinger ernsthaft unter Druck zu setzen? Lamatsch: „Weil das nicht so leicht ist bei strahlendem Sonnenschein und 20 Grad. Wir sind Flutlichtspiele am Abend gewohnt. Daher haben uns ein paar PS gefehlt!“ Letztlich sprachen beide Seiten von einer gerechten Punkteteilung. Würmla-Trainer Mario Handl erkärte die taktischen Hintergründe so: „Wenn wir in Führung gehen, schaut es anders aus, tun wir uns viel leichter, weil Waidhofen kommen muss. So aber hat keine Mannschaft aufgemacht. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen, sie waren taktisch gut aufgestellt und haben nichts zugelassen.“