Sturm-Duo wirbelte durch die Hitze. Schimmel und Meyer mischten die Würmla-Abwehr auf, Krchnak steuerte wichtiges Tor bei.

Von Michael Salzer. Erstellt am 01. September 2015 (09:34)
Sohn Daniel und Vater Witold Sikorski waren vor kurzem noch als Zuschauer im Waidhofner Birkenstadion. Am Sonntag feierte der »Fußball-Professor« seinen perfekten Einstand als Interims-Trainer beim Heimatklub - 5:2 in Würmla.
NOEN, Josef Litschauer

WÜRMLA - WAIDHOFEN 2:5. Drei Tage nach dem Rücktritt von Trainer Karl Plank feierten die Waidhofner Kicker am Sonntag unter Interims-Coach Witold Sikorski den ersten Saisonsieg. Und „der war absolut verdient“, freute sich Obmann Andreas Hanisch. „Obwohl es schweineheiß war, hat die Mannschaft heute gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen, das Glück erzwingen will. Unser Stürmer-Duo, Daniel Meyer und Stefan Schimmel, war überragend, immer bissig und gefährlich.“

Die extreme Hitze beeinflusste die Partie vom Anpfiff weg, das Tempo blieb überschaubar. Waidhofen deutete seine Gefährlichkeit bereits in Minute drei an. Doch Sebastian Schaufler konnte gerade noch retten. Eine Viertelstunde später war der Würmla-Schlussmann erstmals bezwungen: Daniel Meyer flankt zur Mitte, der freistehende Stefan Schimmel köpfelt ein – 0:1 (19.). Postwendend fiel der Ausgleich: Freistoß für Würmla, Egharevba zieht ab, Innenstange – 1:1!

Dritter Ausgleich gelang nicht mehr

Dann schoss Schimmel an die Querlatte (30.), fünf Minuten später nützte Meyer einen Fehler von Schaufler – 1:2. Wieder glich Würmla rasch aus (41., Direktschuss von Ben Balnik). Zehn Minuten nach der Pause patzten die Hausherren wieder: grob fahrlässiger Rückpass zu Schaufler, ein verunglückter Abschlag, diesmal war Schimmel der Nutznießer – 3:2 (55.). Die folgende Druckphase des SV Würmla führte nicht mehr zum Ausgleich, sondern zur Entscheidung zugunsten der Gäste: Waidhofen konterte gnadenlos, Filip Krchnak stellte mit seinem ersten Liga-Treffer auf 4:2 (77.). Und Schimmel kletterte mit seinem fünften Saison-Tor auf Rang zwei der Landesliga-Schützenliste (hinter Egharevba/6 Tore).

„Sicher bin ich zufrieden“, sagte Stefan Schimmel nach dem Befreiungsschlag. „Über die Höhe kann man diskutieren, aber der Sieg war auf jeden Fall verdient. Wir haben sehr diszipliniert gespielt, uns trotz der Hitze viel bewegt, uns nie beirren lassen. Das hat sich am Ende bezahlt gemacht.“ War auch ein gewisser Trainer-Effekt spürbar? Schimmel: „Kann schon sein. Witold hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen, hat vor allem versucht, uns Freude am Fußball zu vermitteln.“