Ironman-Sensation: Gold in der Mannschaftswertung. Beim Ironman in Podersdorf holten Conny Krapfenbauer, Andi Kainz und Alexander Frühwirth den Staatsmeistertitel im Team. Kainz toppte seine Bestzeit um 30 Minuten. Auch viele LT-Gmünder waren am Start.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 09. September 2020 (02:27)
Präsentierten stolz die Goldmedaille: Alexander Frühwirth, Conny Krapfenbauer und Andi Kainz mit Tochter Emma.
privat

Der Ironman-Klassiker in Podersdorf war nicht nur der erste Ironman (3,8km schwimmen, 180km radfahren, 42km laufen) in Europa seit der Coronapause, sondern auch Staatsmeisterschaft. Dabei gab‘s für das Waldviertel einen Riesenerfolg in der Teamwertung: Die Zwettler Andi Kainz und Conny Krapfenbauer sowie der Kirchberger Alexander Frühwirth holten den Staatsmeistertitel und somit Gold!

„Dass ich das auf meinen alten Tagen noch erleben darf“, war sogar der frühere mehrmalige Einzel-Staatsmeister „Iron Alex“ Frühwirth baff. Bei seinem 69. Ironman, dem 23. in Podersdorf, finishte er in 9:54std auf Gesamtrang 72 und holte Gold in der Altersklasse der 50- bis 54-Jährigen. Damit überraschte er sich selbst: „Eigentlich hab‘ ich mit zwölf Stunden gerechnet.“

Gerechnet hat auch Andi Kainz

Nach Platz drei im Vorjahr wollte der 35-Jährige wieder in die Spitze, schraubte seine persönliche Bestzeit um sensationelle 30 Minuten runter und finishte in 8:12std. Diesmal reichte es das im extrem starken Starterfeld aber nur für Rang zehn. In der ÖM holte er Platz zwei in der „M35-39“. „Die Zeiten waren ein Wahnsinn. Vor ein paar Jahren hätte ich mit dieser Zeit noch um den österreichischen Rekord mitgemischt“, war Kainz aber dennoch happy. Denn die Siegerzeit von Michael Weiss hatte es in sich: 7:36std war die zweitschnellste weltweit jemals aufgestellte Ironman-Zeit.

Ironman-Comeback für Conny Krapfenbauer nach ihrer Babypause

9:57.35std bedeuteten Frauen-Rang elf und Platz vier in der Altersklasse der 30- bis 34-Jährigen. Krapfenbauer war dennoch nicht ganz zufrieden: „Mir sind viele Lauf-Einheiten vom Winter abgegangen. Daher war ich beim Marathon knapp davor, aufzugeben.“ Bei den Frauen gewann mit Premieren-Siegerin Jacqueline Kallina (9:08) wie bei den Männern ein NÖ-Athlet.

Abgerundet wurden Waldviertler Erfolge von Triathlon-Sektion des LT Gmünd

„Das Wetter war perfekt, aber 30 Grad und Sonnenschein sind beim Wettkampf eher Leid als Freud“, schmunzelte Rene Allram. Dafür ging‘s am Sonntag bei angenehmen Temperaturen im Schleudergang durch den Neusiedler See, der aufgrund des Wellengangs ein Kriterium darstellte.

Allram war mit dem Großteil seiner Vereinskollegen erstmals in der Halbdistanz (1,9km swim/90km bike/21km run) am Start – und finishte in 4:42. „Ich bin echt zufrieden“, sagt er. „Ich habe ja erst im Winter mit Schwimm- und Radtraining begonnen.“ Dem Litschauer folgten Werner Zwölfer, der mit 4:58 eine Personal Best aufstellte, Stefan Ruzicka (5:33), Martin Stundner (5:41), Jan Hofmann (5:47) und Thomas Schindler (6:12). Rene Fürst musste mit Magenkrämpfen aufgeben.

Vertraten den LT Gmünd am Neusiedler See: Thomas Schindler, Manuela und Rene Allram, Martin Stundner, Jan-Stefan Hofmann, Werner und Barbara Zwölfer und Nicoletta Leidenfrost.
privat

Tags darauf zeigten die Waldviertler auf der Olympischen (1,5 swim/38 bike/10 run) und der Sprintdistanz (750 swim/20 bike/5 run) auf. Andreas Macek brauchte 2:40. Nicoletta Leidenfrost verbesserte ihre Bestzeit auf 2:27std und holte sich Klassenrang zwei (Gesamt-Neunte). Manuela Allram suchte sich Podersdorf als Triathlon-Debütort aus, bewältigte die Strecke in 2:58.

Eigentlich hätte Ehemann Rene als moralische Unterstützung bei dabei sein wollen. „Aufgrund versetzter Startwellen ging das aber nicht, also hab ich mich auf die Sprintdistanz umgemeldet, da ich ja für den Startplatz bezahlt hatte“, schildert er. Mit 1:05 war er Schnellster seiner Altersklasse, wurde Gesamt-15. Ihren ersten Triathlon absolvierte Barbara Zwölfer, bewältigte die Sprintdistanz in 1:37.