Waidhofen/Thaya erlebt Premiere. Zu Fronleichnam meldet sich der LTU Waidhofen mit dem „1. Waidhofner Thayatal Triathlon“ aus der Veranstaltungspause zurück. Bewerb soll ein Fixpunkt werden.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 22. Januar 2020 (02:46)
Melden sich aus ihrer schöpferischen Pause zurück: Rudi Cerny und Erich Scharf.
Bernd Dangl

Das Mastermind-Duo des LTU Waidhofen meldet sich nach einer eineinhalbjährigen Auszeit zurück: Erich Scharf und Rudi Cerny riefen den „1. Waidhofner Thayatal Triathlon“ ins Leben. „Mir kam der Gedanke, dass wir wieder etwas machen sollten – denn sonst stirbt der Verein weg“, blickt Erich Scharf zurück. So teilte er seine Pläne Rudi Cerny mit und stieß dabei auf offene Ohren.

Die Beiden machten sich in der Vergangenheit als Organisatoren einen perfekten Namen. Unter ihrer Führung wurde der Waidhofner Stadtlauf revitalisiert, ins Stadtzentrum verlegt, wo er zum größten Lauf der Region und zu einem der größten Lauf-Events Niederösterreich mit über 1.000 Startern anwuchs. Großartiger Nebeneffekt war hier der Benefizlauf, dessen gesamte Einnahmen immer hilfsbedürftigen Menschen in der Region zugutekamen. Die Waidhofner Sport-Gala wurde unter des Duos Regie ebenso durchgeführt wie der Waidhofner Halbmarathon, ehe im Mai 2018 der vorläufige Schlusspfiff ertönte. Scharf/Cerny gönnten sich eine Auszeit – um nun wieder zurück zu sein.

"Daher können wir die vorhandene Infrastruktur des Volksfestes nutzen"

Zu Fronleichnam, heuer am 11. Juni, wird nun erstmals ein Triathlon der Thayastadt ausgetragen. Und dabei gibt‘s eine Kooperation mit dem traditionellen Rot-Kreuz Volksfest, das heuer zum 54. Mal ausgetragen wird. „Daher können wir die vorhandene Infrastruktur des Volksfestes nutzen“, erklärt Scharf. Die Erlöse aus der Kulinarik gehen an das Rote Kreuz, der LTU Waidhofen nimmt die Startgelder ein.

„Wir wollen keinen reinen Jux-Bewerb“, so Scharf, der aber doch die Breite Masse an Hobbysportlern ansprechen will. Dementsprechend wurden auch die Distanzen ausgewählt: 225 Meter sind schwimmend im Freibad zu absolvieren, danach geht‘s auf eine 20km-Radschleife, ehe es zum Abschluss auf die 5km-Laufrunde geht. Gestartet wird einzeln – alle 20 Sekunden wird ein Sportler ins Becken gelassen. Damit entfällt quasi der Kampf „Mann gegen Mann“, müssen die Sportler bis zum Schluss Vollgas geben, weil sie den tatsächlichen Zwischenstand ja nicht abschätzen können. Für die Organisatoren wird dieser Zwischenstand allerdings anhand von Zwischenzeiten abfragbar sein. Mit „Fitlike“ wurde bereits ein Zeitnehmer engagiert.

Das Ziel des Bewerbes befindet sich am hinter dem Freibad liegenden Sportplatz. Scharf sieht die erste Auflage auch als eine Art Testballon, wobei Nachfolge-Veranstaltungen geplant sind. Fixiert wurde hingegen, dass es in diesem Jahr auch einen Waldviertel-Triathlon-Cup geben wird, wo neben Waidhofen auch der Litschauer „Eisenmann“, der Duathlon in Maissau sowie der „Interregionale Triathlon“ in Langau eingebunden sind. Jeder Teilnehmer, der bei allen vier Bewerben ins Ziel kam, erhält ein Geschenk.