Fanter lief 120 km um den Neusiedler See. Hans-Jürgen Fanter aus Weikertschlag absolvierte zum sechsten Mal eine Distanz über der 100km-Marke.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 29. Januar 2020 (01:29)
Auf der Finisher-Couch lässt es sich gut sitzen: Hans-Jürgen Fanter lief im Burgenland 13:39 Stunden und absolvierte 120 km.
privat

Seinen sechsten Ultra-Bewerb, also eine Distanz über 100 Kilometer, absolvierte Hans-Jürgen Fanter aus Weikertschlag. Zum zweiten Mal nahm er beim „24h Burgenland Extreme“ teil und finishte laufend 120 Kilometer! 13 Stunden und 39 Minuten benötigte er für den Trail rund um den Neusiedler See. „Der Zieleinlauf durch den Finishertunnel direkt vorm Gemeindeamt in Oggau war aufgrund der zahlreichen wartenden Teilnehmer und Zuseher sehr stimmungsvoll“, beschrieb ein „überglücklicher“ Fanter seine Zeitverbesserung um über 1 Stunde gegenüber des Vorjahres.

Nächste Highlights sind schon geplant

Zuvor nahm er aber körperliche Qualen auf sich. Los ging‘s bereits um 4.30 Uhr morgens. Zunächst bei Gegenwind, später sogar, wie Fanter berichtet, mit „gnädigem“ Rückenwind. Diese Tatsache sei „mental sehr hilfreich“ gewesen. Während „normale“ Läufer in Kilometern denken, denkt Fanter „in Marathons“: „Den ersten absolvierte ich in 4:21 Stunden, den zweiten in 5:21.“ Nach Pausen an Labstationen, kurzen gemeinsamen Abschnitten mit „Altbekannten“ aus der Ultra-Szene, ging‘s im Morgengrauen schließlich nach 120 Kilometern ins Ziel. Danach gab‘s nur eine kurze Rast auf der Finisher-Couch, ehe es wieder Richtung Waldviertel ging. Die nächsten Ultra-Highlights hat der LTU Waidhofen-Läufer bereits dick im Kalender eingetragen: Im Mai bestreitet er den 73km langen und mit 3.000 Höhenmetern gespickten Jolsport-Run in Kärnten, Anfang Juli möchte er in Bad Blumau seinen ersten 24 Stunden-Lauf bestreiten.