Gebündelte Volley-Kräfte im Waldviertel. Die USG Groß-Siegharts und die SPU Zwettl treten ab sofort als Spielgemeinschaft in der 2. Landesliga der Frauen an. Trainer-Suche verlief bisher aber nicht erfolgreich.

Von Tanja Richter. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:20)
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Das neuzusammengestellte Team Groß-Siegharts/Zwettl: Barbara Bauer, Nicole Kober, Julia Neunteufl, Verena Dangl, Kerstin Steinbauer, Katharina Lamatsch (hinten v.l.), Irina Dangl, Anja Schiller, Julia Steurer und Petra Mayrhofer (vorne v.l.).

Rechtzeitig vorm Saisonstart in der 2. Landesliga stellten sich die Volleyballerinnen der USG Groß-Siegharts neu auf. Mit der SPU Zwettl, deren Einser-Team in der 1. Landesliga spielt, wurde eine Spielgemeinschaft eingegangen, von der beide Vereine profitieren sollen. „Wir hätten ansonsten nicht genügend Spielerinnen gehabt. Es war in der letzten Saison schon relativ knapp. Jetzt haben auch noch einige Jugendspielerinnen aufgehört, dazu fallen noch zwei Spielerinnen wegen des Studiums aus“, erklärt Siegharts-Kapitänin Irina Dangl, die auch zum Vorstand der USG gehört.

Der Kader für diese Saison besteht nun aus 13 Aktiven, wobei Groß-Siegharts nur noch fünf davon stellen kann. Die eingegangene Spielgemeinschaft besteht lediglich für die 2. Landesliga. Zwettl stellt in der 1. Klasse sowie 1. Landesliga weiter eigenständige Mannschaften. Stefan Löschenbrand, Obmann der SPU Zwettl, sieht dadurch eine gute Möglichkeit für die schnellere Entwicklung der Jungen: „Spielerinnen von der 1. Klasse, die schon das Niveau von der Landesliga haben, aber noch keine Stammspielerinnen in der 1. Landesliga sind, bekommen dadurch die Chance zum Hineinschnuppern“ Zudem sei es laut Löschenbrand wichtig, dass es das Groß-Sieghartser Damen- Team auch weiterhin gibt.

Neben dem akuten Spielerinnenmangel stehen die USG-Damen aber vor einem weiteren Problem. Nach dem Rücktritt des langjährigen Trainers Sigi Mayer fehlt nach wie vor ein Übungsleiter. „Die Trainersuche gestaltet sich sehr problematisch. Somit gehen wir ohne fixen Coach in die Saison“, bedauert Irina Dangl die aktuelle Situation. Teilweise wird das Team jedoch von Zwettler Trainern unterstützt werden, ansonsten übernehmen die routinierteren Spielerinnen wie Dangl oder Barbara Bauer die Trainingseinheiten.

Trainiert wird künftig abwechselnd – in Groß-Siegharts und in Zwettl. Darüber hinaus finden auch drei Saison-Heimspiele in Zwettl statt, zwei davon im Rahmen eines „Volley Days“. Das Ziel ist für Dangl, trotz der schwierigen Vorzeichen, klar gesteckt: „Wir wollen die Klasse halten.“ Gleichzeitig besteht die Hoffnung, dass wieder Nachwuchsspielerinnen dazu kommen: „Wir haben immer viel Nachwuchsarbeit gemacht, es bleibt dann aber leider nie viel übrig.“ Aktuell startete wieder ein Nachwuchstraining, das in Waidhofen abgehalten wird.