Heimpleite im Derby: „Es ist extrem bitter“. Nach 0:1 und 1:2 in Sätzen schafften die Zwettlerinnen in Groß Siegharts noch die überraschende Wende.

Von Michael Salzer. Erstellt am 28. Oktober 2014 (12:24)
Das spannende Waldviertel-Derby zwischen Groß-Siegharts (von rechts: Barbara Bauer und Andrea Höbinger) und Zwettl (von links: Isabella Resch, Petra Mayerhofer) dauerte mehr als zwei Stunden und war geprägt von großen Leistungsschwankungen auf beiden Seiten.
NOEN, Michael Salzer

GROSS SIEGHARTS - ZWETTL 2:3. Es war schon im Vorfeld zu erwarten, dass das Waldviertel-Derby einmal mehr hart umkämpft sein und über fünf Sätze gehen würde. Überraschend kam jedoch, nach der 2:1-Führung für Groß Siegharts, die scharfe Wende zugunsten der Zwettlerinnen in den Durchgängen vier und fünf.

Für die Gastgeberinnen begann das Match laut Plan: Dank einer starken Serviceserie von Andrea Höbinger gelang die schnelle Führung, mit konstanter Annahme und sehenswerten Angriffen gelang der 25:22-Erfolg. Die Angangsphase des zweiten Durchgangs war geprägt von Servicefehlern auf beiden Seiten. Bei Groß Siegharts kamen noch Probleme in der Annahme hinzu – so zogen die Gäste auf bis zu fünf Zähler Vorsprung davon, setzten sich letztlich mit 25:23 durch.

Durch Wechsel aus dem Konzept gebracht

Im dritten Abschnitt steigerten sich die Sieghartserinnen wieder in allen Bereichen und feierten einen sicheren 25:19-Triumph. Trotzdem stellte USG-Coach Michael Huber sein Team komplett um, wechselte mehrere Nachwuchsspielerinnen ein. Der Plan ging nicht auf: Die Zwettlerinnen zogen mit wuchtigen Angriffen gleich auf 9:1 davon, feierten am Ende einen klaren 25:16-Sieg. Somit war im Entscheidungssatz das Momentum aufseiten der Gäste. Dank der guten Netzarbeit und einigen starken Attacken von Alice Bluf-stein feierten die Auswärtigen einen souveränen 15:6-Erfolg.

„Es ist extrem bitter, heute wären locker drei Punkte möglich gewesen“, bilanzierte USG-Zuspielerin Alexandra Fenz. „Aber wir befinden uns in einer schwierigen Phase. Die vielen Umstellungen im Sommer und das Zusammenspiel mit dem neuen Trainer bringen neue Herausforderungen mit sich. Aber wir werden diese bestimmt bald meistern.“