Der teuflische Traum von Wiener Neustadt. Wiener Neustadt steht zum dritten Mal in Serie im Landesliga-Finale, plötzlich sind die Devils Favorit auf den Titel.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 14. Mai 2019 (02:25)
Malcom Zottl
Thomas Kunc will mit seinen Devils den zweiten Landesliga-Titel holen.

Wiener Neustadt gewinnt die Halbfinal-Serie gegen Gmünd mit 2:0. Das war aufgrund der Formkurve in den letzten Wochen nicht mehr die ganz große Sensation. Durchaus sensationell: Serienmeister Klosterneuburg Sixers ist raus, Twin City aus Korneuburg ist der Finalgegner der Teufel.

Die Chancen auf den ersten Titel seit 2015 sind in Takt. Die Teufel sind wohl leichter Favorit, hätten in einem dritten Spiel Heimvorteil. Interessante Vorgeschichte: Twin City gab am letzten Landesliga-Spieltag gegen Bruck freiwillig W.O., überließ den Devils somit kampflos Rang drei. Dieses taktische Spielchen könnte im Endspiel nun zum Bumerang werden.

Devils-Coach Thomas Kunc weiß aber auch, dass Twin City kein angenehmer Konkurrent ist, vor allem ein schwer einzuschätzender: „Sie kommen immer mit wenig Leuten, aber immer mit verschiedenen Leuten“, erklärt Kunc: „Sie sind also schwer auszurechnen. Sie sind wohl etwas athletischer und haben Größenvorteile. Wir haben in dieser Saison gegen sie gewonnen und gegen sie verloren“, nimmt Kunc den Überraschungsfinalisten keineswegs auf die leichte Schulter.

Dennoch: Nach zwei zweiten und einem dritten Platz wollen die Korbjäger aus der Allzeit Getreuen zurück auf das oberste Treppchen. Nach dem perfekten Grunddurchgang und einer bitteren Finalschlappe im Vorjahr, wäre es auch eine späte Genugtuung. „Damals haben wir am Ende des Grunddurchgangs gewackelt, aber es hat uns keiner niedergestreckt“, erinnert sich Kunc, dass seine Mannschaft die Zeichen nicht richtig deutete, heuer sei das anders gewesen: „Im März war noch nicht klar, ob wir überhaupt in die Play-offs kommen. Wir haben früh erkannt, dass wir nicht unfehlbar sind, hatten jetzt starke Wochen“, sieht Kunc sein Team bereit.