Lorenz Petutschnig ist zurück, um zu punkten. Lorenz Petutschnig ist zurück am Court. In dieser Saison heißt es für den Babenbergering-Absolventen fleißig punkten, damit international angegriffen werden kann.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 12. Juni 2019 (02:41)
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Lorenz Petutschnig machte sich in der Türkei fit für Einsätze auf nationaler Ebene. Über das Saisonziel Staatsmeisterschaft soll es richtig Comeback auf internationaler Bühne gehen.

Fast zweieinhalb Jahre dauerte es, bis Lorenz Petutschnig wieder am Beachcourt stand. Eine langwierige Schulterverletzung setzte den 26-Jährigen seit 2017 außer Gefecht. Nach den ersten zwei Turnieren auf der Austrian Beach Tour in Graz und Wallsee ist die wichtigste Erkenntnis – die Schulter hält.

„Im Winter war es noch so mittelmäßig. Dann waren wir zwei Wochen in der Türkei, seitdem geht es eigentlich super“, berichtet Petutschnig. Das Comeback könnte dennoch eine zähe Angelegenheit werden, denn durch die lange Verletzungspause steht der frühere World Tour-Profi ohne Ranglistenpunkte da. Die großen Kapazunder der Ö-Beachszene kommen so in frühen Turnierphasen auf den 2,03 Meter-Hünen und seinen Partner Fabian Kandolf zu. Doch auch hier gibt es positive Erkenntnisse: „In Wallsee haben wir gegen meinen Ex-Partner Tobias Winter gespielt“, erzählt Petutschnig. Die Niederlage setzte es erst in einem umkämpften dritten Satz: „Da waren wir 11:8 vorne, dann gab es einen umstrittenen Punkt, so haben wir das noch knapp aus der Hand gegeben“, analysiert der Kurortler, für den feststeht: „Spielerisch habe ich nicht viel ausmachen können. Man merkt halt noch den Trainingsrückstand mit dem Ball und die fehlende Spielpraxis.“

Diese will sich die burgenländische Nummer eins weiter bei nationalen Turnieren holen. Für das „My Beach Event“ in Innsbruck erhielt Petutschnig/Kandolf eine Wildcard. Danach geht‘s zu den Turnieren nach Fürstenfeld und Rabenstein. „Im Juli gibt es vielleicht einen internationalen Einsatz, wenn wir es schaffen, dass wir mit unseren Punkten irgendwo reinkommen“, blickt Petutschnig voraus.

Langfristig will er wieder auf internationalem Sand Fuß fassen. „Es war aber auch klar, dass es eine Übergangssaison brauchen wird. Mein Ziel ist einmal Punkte zu sammeln und dass wir uns für die Staatsmeisterschaft am Attersee qualifizieren“, skizziert Petutschnig. Für das internationale Comeback gilt es im Herbst auch noch die zukünftige Partnerfrage zu klären. Aktuell sei die Zusammenarbeit mit Fabian Kandolf eine super Lösung. Doch die großen internationalen Ambitionen teilt der Steirer nicht.