Seiser und die Sandkiste. Mathias Seiser steckt in der Vorbereitung auf die Beach-Saison und hat ganz hohe Ziele.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:08)
Streckt sich nach dem Maximum. Bei Mathias Seiser und Partner Moritz Kindl soll es nach einem starken Jahr 2019 Richtung Weltspitze gehen.
FIVB

Während manch anderer noch Schnee schaufelt oder zumindest die Windschutzscheibe abkratzt, hat der Bad Fischauer Mathias Seiser schon Sand zwischen den Zehen. Derzeit bereitet sich der 25-Jährige mit dem Beachvolleyball-Nationalteam auf die anstehende Saison vor. „In der Woche haben wir zehn bis zwölf Einheiten inklusive dem Krafttraining“, kommt Seiser auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ordentlich ins Schwitzen.

Der Saisonstartschuss fällt dann bereits in einem Monat. Mitte Februar geht‘s nach Kambodscha. Dort steht ein Zwei-Stern-Turnier der FIVB World Tour am Plan. Die Ziele für die Saison setzt Seiser relativ hoch und das zurecht: 2019 gab es zwei Medaillen auf der World Tour, dazu Bronze bei der Staatsmeisterschaft und einen Sieg gegen das rot-weiß-rote Aushängeschild Clemens Doppler/Alexander Horst. „Da die letzte Saison so gut gelaufen ist, wollen wir auf jeden Fall beim Major in Wien dabei sein und bei den größten Turnieren der Welt mitspielen und uns beweisen. Das heißt auch ein bisserl in der Weltspitze Fuß fassen“, strebt Seiser 2020 den nächsten Schritt an.

„Wir wollen beim Major in Wien dabei sein und bei den größten Turnieren der Welt mitspielen und uns beweisen.“ Mathias Seiser

Bevor es aber in die ganz heiße Phase der Beachvolleyball-Saison geht, heißt es auch für Seiser noch einmal Kamin einschalten und ordentlich büffeln – das Studium will der frühere Fußballer noch in den Wintermonaten abschließen. „Neben Studium und Beachvolleyball bleibt dann derzeit eh nicht mehr viel Zeit“, schmunzelt Seiser, und wenn noch etwas Zeit bleibt, dann steht er meistens in der beheizten Halle und smasht Volleybälle über das Netz.

Die Indoor-Saison stellt Seiser mittlerweile ganz klar hinter die Beach-Saison. Nach einem Jahr bei Bundesligist Graz wechselte er deshalb auch wieder zur Wiener Neustädter VCU zurück. „Da bin ich ab und zu dabei, aber wenn ich dabei bin, dann mache ich das gerne“, skizziert Seiser. Die Union befindet sich aktuell ja im Umbruch. Die Teenager rund um Timo Hammarberg sollen sich in der 2. Bundesliga etablieren.

„Ich sehe die Entwicklung bei der VCU sehr positiv. Die Arbeit, die Franz Kaiser mit der Jugend macht, ist cool. Und die ersten Erfolge sind schon da“, glaubt Seiser, dass sich die Youngsters bald einen Startplatz in der Bundesliga-Mannschaft erspielen und langfristig an der Ligaspitze mitmischen können: „Für mich ist es schön, die Kids zu begleiten und in gewisser Weise eine Vorbildrolle zu erfüllen, um ihnen zu zeigen, wo es beim Volleyball langgeht und was alles möglich ist.“