Aus Spital zur WM. Eineinhalb Wochen vor der WM lag Lisa Hütthaler noch im Krankenhaus. Dann kämpfte sie bis zum Laufen um die Medaillen.

Erstellt am 12. September 2017 (02:47)
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Ausgepowert. Lisa Hütthaler landete trotz suboptimaler Vorbereitung bei der WM unter den Top 12.

Als einzige österreichische Profi-Dame qualifizierte sich Lisa Hütthaler für die Half-Ironman-WM in Chattanooga/Tennessee (USA). Doch die Vorbereitung auf die Titelkämpfe lief für die Wiener Neustädterin alles andere als perfekt. Eineinhalb Wochen vor dem Start musste Hütthaler mit einem schweren Infekt und hohem Fieber ins Spital eingewiesen werden. Auch die knappe Anreise war wegen der Zeitumstellung suboptimal.

Auf der 1,9 Kilometer langen Schwimmstrecke, im Tennessee River, büßte Hütthaler vier Minuten auf die Bestzeit ein und stieg als 18. aus dem Wasser. Beim Radfahren rollte die 34-Jährige das Feld von hinten auf. Auf der 90-Kilometer-Strecke fuhr sie mit der späteren Bronzemedaillengewinnerin bis auf Gesamtplatz drei nach vorne. Beim abschließenden Halbmarathon (21,1 Kilometer) zollte Hütthaler Tribut. Sie kämpfte sich nach 4:30.51 Stunden als Gesamtzwölfte ins Ziel.

Zum Abschluss der Saison startet Hütthaler am 1. Oktober noch über die volle Ironman-Distanz in Barcelona. Dort will die Wiener Neustädterin die Norm für die legendäre Ironman-WM in Hawaii 2018 schaffen.