Wr. Neustadts Rückschläge. Wiener Neustadt verpasst bei Vorarlberg-Reise Anschluss an die Top-Vier. Viktoria Kaiser wird noch ein paar Wochen fehlen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 13. Januar 2021 (01:11)
Dorin Novak und Wiener Neustadt konnten sich in Vorarlberg nicht durchsetzen. Damit wird der große Wurf – sprich die Quali für das Halbfinale – immer schwieriger. 
Malcolm Zottl

Wiener Neustadt zog nach Vorarlberg aus, um vier Punkte zu holen und sollte schlussendlich nur mit einem wieder heimkommen. Das 22:22-Remis gegen Feldkirch – einem direkten Konkurrenten im Kampf um das vierte und letzte Halbfinal-Ticket – war noch okay. Mehr schmerzte die 18:20-Niederlage gegen Nachzügler Dornbirn einen Tag später. „Wir waren am zweiten Tag zu müde“, resümiert Wiener Neustadts Obmann Stephen Gibson, der aber auch zugibt: „Die Neuzugänge der Dornbirnerinnen waren aber nicht so schlecht.“

Chance auf Revanche gibt es bereits am 30. Jänner. Da gastiert Wiener Neustadt erneut in Dornbirn, dann geht es um den Aufstieg ins Cup-Viertelfinale. „Vielleicht können wir es dort ja weit schaffen“, hofft Gibson. Viktoria Kaiser wird ihren Wiener Neustädterinnen aller Voraussicht nach auch noch im Pokalbewerb fehlen. „Es ist eine schlimmere Verletzung der Bänder im Bereich des Knöchels“, gibt Gibson bekannt. Wie lange Kaiser ausfällt, ist noch nicht sicher. Das Cup-Spiel wird jedenfalls ein Rennen gegen die Zeit.

„Waren am zweiten Tag zu müde.“ Obmann Stephen Gibson über die Gründe für die schmerzvolle Auswärtsniederlage bei Dornbirn/Schoren.

Kein Thema ist Kaiser für die nächste WHA-Partie. Wiener Neustadt empfängt am Samstag Perchtoldsdorf zum Derbyfight, will Wiener Neustadt die kleine Chance auf das Halbfinale am Leben erhalten, sind weitere Patzer absolut verboten – nach Verlustpunkten fehlen fünf Punkte auf Ferlach/Feldkirchen. „Wir werden schauen, was noch geht“, schreibt Gibson das Ziel Halbfinale noch nicht völlig ab, will es aber auch nicht um jeden Preis erzwingen. „Wir werden uns nicht zwei Bulgarinnen holen, so wie Dornbirn“, sollen die jungen Spielerinnen im Hinblick auf die kommende Saison auch auf Spielzeit kommen.