Handballer lösen sich auf. Handball / Gründer Marko Besenlehner musste die Allround-Sektion Handball wieder schließen.

Von Michael Weller. Erstellt am 17. Juni 2014 (23:59)
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Symbolbild

Vor zwei Jahren startete Handballer Marko Besenlehner ein ehrgeiziges Projekt. Nach Jahren der Abstinenz sollte in Wiener Neustadt wieder ein Herrenhandballverein auf die Beine gestellt werden, anknüpfend an die großen Erfolge der Stadt in dieser Sportart. Als Sektion im 1. Wiener Neustädter Allround Sportklub Sparkasse konnte sich der kleine Verein inmitten der „Großen“ auch ganz gut etablieren, muss jedoch nun wieder seine Pforten schließen.

„Es ist organisatorisch einfach nicht wünschenswert verlaufen.“Gründer und Hauptverantwortlicher Marko Besenlehner über die Gründe der Schließung der Handball-Sektion.

Probleme im organisatorischen Bereich, persönliche Gründe und mangelnde Unterstützung aus dem eigenen Verein veranlassten Marko Besenlehner zu diesem drastischen, wenn auch lange überlegten Schritt. „Es ist organisatorisch einfach nicht wünschenswert verlaufen“, erklärte Besenlehner seine Gründe zur Schließung der Sektion, „es war ausgemacht, dass die Aufgaben von Mitbegründerin und Sektionsleiterin Sandra Zöberl nach ihrer Karenz von jemand anderem übernommen werden sollen. Bis heute hat sich jedoch niemand gefunden, der sich diese Arbeit antut.“ Quasi als Ein-Mann-Betrieb musste Besenlehner diese Aufgaben nun auch noch übernehmen. „Es ist schade, aber absolut nachvollziehbar“, verteidigt Allround-Präsident Heinz Spannraft die Entscheidung, „es wurde über Wochen nach einer Lösung gesucht, doch nicht gefunden.“ Besenlehner musste die Notbremse ziehen, um die Gefahr zu vermeiden, dass die Sektion mitten in der nächsten laufenden Saison zusammenbricht. Die Herren-Mannschaften lösen sich somit auf, der männliche Nachwuchs wird, so gut es geht, in den alten Stammverein ZV McDonald‘s reintegriert.