Erstellt am 18. Juni 2012, 00:00

Highlight gegen Maradona. KARRIEREENDE /  Meistercoach Christian Aflenzer lässt seine Laufbahn Revue passieren: von Bayern München über Diego Maradona bis hin zum ASK Eggendorf.

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VON FRITZ HAUKE

„Eigentlich“, meint Christian Aflenzer, „rede ich nicht so gerne über die alten Zeiten…“ Mit der NÖN warf der Eggendorf-Trainer trotzdem einen Blick zurück auf seine Karriere. In der Vorwoche war für den 40-Jährigen Schluss mit dem Kicken…

Angefangen hat alles in seinem Geburtsort in München. Gemeinsam mit seinem Bruder Helmut wurde der kleine Christian vom großen FC Bayern verpflichtet. Dort durchlief er die gesamte Jugendabteilung. „Wir haben neben den Profis trainiert, die hin und wieder zu uns herüber gekommen sind. Jean-Marie Pfaff ist in besonderer Erinnerung geblieben“, so Aflenzer. Über 1860 München ging es nach Österreich – die Heimat seines Vaters – zu seiner ersten Profi-Station, Austria Salzburg. „Damals bist du als junger Spieler durch die Scheiße gegangen. Was da vielleicht zu hart war, ist jetzt zu leicht“, sieht Aflenzer eine Veränderung. Nach einem Engagement bei Austria Klagenfurt besann sich Aflenzer seiner spanischen Wurzeln. Er wechselte zu Merida. Im Heimatland seiner Mutter erlebte er seinen Karriere-Höhepunkt. Im Cup traf er mit Merida auf den FC Sevilla – rund um die Superstars Bebeto, Davor Suker und sein großes Idol Diego Maradona. Aflenzer scorte in der Partie das 1:0. Maradona glich wenig später aus.

Mit 34 der jüngste Trainer  in der Regionalliga

 

Über Tirol Innsbruck ging‘s zu Dynamo Dresden und nach Istra Pula (Kroatien). Zurück in der Heimat lief er für den DSV Leoben auf, um 2001 unter Günter Schiffer bei Mattersburg zu kicken. Nach einem Jahr folgte der Wechsel zum LASK – 2003 der Abschied vom Profi-Fußball und der Gang zu Schwechat in die Regionalliga. 2004 landete er bei Würmla – nach wenigen Wochen übernahm er damals als jüngster Trainer der Liga das Ruder. 2006 wechselte Aflenzer zum SC Wiener Neustadt, wo er seitdem sein Gesundheitsstudio am Domplatz führt. Seit Anfang 2010 hat Aflenzer beim ASK Eggendorf die Fäden in der Hand.

„Wichtig: Meine Karriere als Spieler ist zu Ende. Aus und vorbei, that’s it. Da gibt‘s kein Zurück“, so Aflenzer.