Erlacher Goldjunge. Bei der U21-EM holte der Bad Erlacher Aaron Fara die Goldmedaille. Auch bei der U23-EM in Tel Aviv will er nun hoch hinaus.

Von Malcolm Zottl und Alexander Wastl. Erstellt am 20. September 2016 (06:53)
Foto: EJU/Andonov
Der Bad Erlacher Aaron Fara eroberte bei der U21-EM die Goldmedaille.

Im spanischen Malaga kämpften die besten U21-Judoka Europas um Edelmetall. In der Klasse bis 100 Kilogramm nahm auch der Bad Erlacher Aaron Fara an den Europameisterschaften teil. Nach drei Podestplätzen bei den U21-Europacups (ein Sieg, zwei dritte Plätze) zählte Fara auch bei der EM zu den Medaillenanwärtern.

Nach zwei Ipponsiegen über den Letten Rojs Skrebels und den Weißrussen Mikita Svyrid, besiegte Fara im Halbfinale den Russen Arman Adamian mit Waza-ari. Eine Medaille war damit fix, im Endkampf forderte der Heeressportler den Deutschen Johannes Frey. Nach zwei Minuten kam der entscheidende Angriff. Fara wirft den Deutschen Waza-ari: Festhaltegriff, Gong, Ippon, Gold. „Das Gefühl war einfach unbeschreiblich, ich kann es immer noch nicht glauben, dass es wirklich passiert ist“, schlug Fara nach dem Finalsieg die Hände vor dem Gesicht zusammen.

Fara ist der erste österreichische U21-Europameister seit Daniel Allerstorfer 2011 (Olympiastarter in Rio 2016). „Der Titel hat natürlich sehr große Bedeutung für mich, weil es mein Erster ist“, so Fara. In der Bundesliga kämpft der Bad Erlacher für die Galaxy Tigers Perchtoldsdorf und kann dort unter professionellen Bedingungen trainieren: „Der Trainingsaufwand hinter dem Erfolg ist sehr groß, normalerweise mindestens zweimal Training pro Tag“, gibt Fara Einblick in seinen Alltag.

Nach diesem Sieg ist sein nächstes Ziel die U23-EM in Tel Aviv. „Ich möchte gerne dort hinfahren und wieder eine Platzierung machen“, erklärt Fara. „Ich möchte meinen Trainern Thomas Haasmann und Anton Summer danken, dass sie so viel Geduld mit mir bewiesen haben“, so Fara.