Mutige Mayer holte Medaillen. Julia Mayer verteidigte bei Hallen-ÖM Titel aus Vorjahr und legte Bronze drauf. Dritter wurde auch Emil Bezecny.

Von Fritz Hauke und Malcolm Zottl. Erstellt am 24. Februar 2021 (01:23)
Mission Titelverteidigung gelungen. Julia Mayer (Nummer 19) risktierte über die 3.000 Meter, lief das Rennen von der Spitze aus. Für ihren Mut wurde sie belohnt, holte wie im Vorjahr den Staatsmeistertitel.
ÖLV/Nevsimal

Am Wochenende fanden in Linz die Österreichischen Hallen-Staatsmeisterschaften statt. Die Starter aus dem Bezirk räumten dabei drei Medaillen ab. Über doppeltes Edelmetall durfte sich die Bad Fischau-Brunnerin Julia Mayer freuen. Über 3.000 Meter konnte die 28-Jährige ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Auf den Weg dorthin bekam es Mayer aber mit ebenbürtiger Konkurrenz zu tun. Allen voran forderten sie Sandrina Illes und Triathletin Julia Hauser.

Ausgepumpt aber glücklich. Julia Mayer freute sich überihren neuerlichen Goldmedaillen-Gewinn über die 3.000 Meter.
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Mayer schlug vom Start weg das höchste Tempo an, doch die beiden Kontrahentinnen hefteten sich an ihre Fersen. Mayer wehrte auf der Schlussrunde einige Angriffe ab und holte sich in 9:34,92 Minuten die Goldmedaille. Illes hatte als Zweite nur 22 Hundertstel Rückstand. Hauser fehlten am Ende 1,16 Sekunden auf Siegerin Mayer. „Ich bin super happy, dass ich meinen Titel in einem Rennen mit starker Konkurrenz verteidigen konnte“, strahlt Mayer, die ihren Fokus im Training aber weiterhin auf fünf und zehn Kilometer legt, um im Sommer angreifen zu können.

Auf Augenhöhe? Emil Bezecny (r.) lief über 3.000 Meter mit Österreichs besten Mittel- und Langstreckenläufer Andreas Vojta um den Titel. Vojta setzte sich schlussendlich relativ glatt durch, für Bezecny gab es Bronze.
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Die erste Medaille hatte die Bad Fischau-Brunnerin bereits einen Tag zuvor geholt – Bronze in einem packenden 1.500 Meter-Rennen. Illes versuchte das Geschehen von vorne zu bestimmen, wurde nach 1.200 Meter aber von Lisa Oberndorfer abgefangen. Diese musste sich im Schlussspurt wiederum Lotte Luise Seiler geschlagen geben. Fast unbemerkt schlich sich Mayer auf den dritten Rang. Auf Gold fehlten ihr knapp 2,50 Sekunden. „Eine taktisch nicht ganz perfekte Leistung, ich bin lange Zeit zu weit außen gelaufen und habe schließlich zu spät das Tempo forciert“, war Mayer trotz knapp verpasster Bestzeit nicht zufrieden.

„Eine taktisch nicht ganz perfekte Leistung. Ich bin lange Zeit zu weit außen gelaufen und habe schließlich zu spät das Tempo forciert.“ Julia Mayer über ihr Rennen über 1.500 Meter

Stark unterwegs war nicht nur Mayer, sondern auch der 16-jährige Zehnergassen-Schüler Emil Bezecny. Er holte sich über die 3.000 Meter die Bronzemedaille. Besser waren nur Olympia-Starter Andreas Vojta (7:54,18 Minuten) und Markus Hartinger (8:27,17). Da Bezecny wie Mayer für die DSG Wien startet, zählten die 8:32,79 Minuten des Neudörflers auch als Wiener Landesrekord in der Altersklasse U18. Erst eine Woche zuvor hatte Bezecny seine eigene Bestmarke über diese Distanz auf 8:34,46 geschraubt, und zwar bei der internationalen Balkanmeisterschaft in Sofia. Bezecny holte sich dort die Goldmedaille in der U20-Klasse. „Ich freue mich sehr über den Start-Ziel-Sieg, obwohl ich mir eine schnellere Zeit erhofft habe“, sagte Emil Bezecny nach dem Rennen und erwähnte, dass er heute „wertvolle Erfahrung für weitere Wettkämpfe gesammelt“ habe.