Nächste Machtdemonstration von Wiener Neustadt. Wiener Neustadt schlug Verfolger Linz glatt mit 4:0 und stößt die Tür das Finalturnier (Top Vier) weit auf.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 06. Februar 2021 (09:07)
Symbolbild
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Wiener Neustadt ist in der Tischtennis-Bundesliga das Team der Stunde. Die Cracks aus der Allzeit Getreuen besiegten zuerst Kapfenberg in einem Krimi, fegten dann Salzburg von der Platte. Aller guter Dinge sind drei, dachten sich Jungs von Obmann Franz Gernjak und legten in Linz den dritten Sieg im Jahr 2021 nach. Der Kubaner Andy Pereira sorgte gleich einmal für den einen Auftakt nach Maß. Pereira bezwang Linz-Routinier Lubomir Pistej mit 3:0. Der Slowake galt in der Liga vor wenigen Jahren quasi noch als unbezwingbar. Auch in der heurigen Saison rangiert Pistej in der Bundesliga-Einzelrangliste auf Position fünf. Pereira scheint zum Vergleich auf Rang 13 auf. 

Linz bekommt nur zwei Sätze ab

Wiener Neustadts Nummer eins Tomas Konecny legte einen 3:1-Erfolg gegen den Chinesen Zhenlong Liu nach. Der Tscheche, der in dieser Spielzeit erst zwei seiner 16 Partien verlor, ging Liu auch als klarer Favorit ins Rennen. Youngster Liu hat mit einer 2:9-Bilanz noch Luft nach oben. Im dritten Einzelmatch war ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten: Thomas Grininger (Neunter im Einzelranking) forderte Wiener Neustadts Felix Wetzel (14.). Der Bayer behielt mit 3:1 die Oberhand. Im Doppel wickelte Wetzel an der Seite von Konecny den Wiener Neustädter Auswärtstriumph in trockene Tücher - 3:0 gegen Liu/Grininger.

Auswärtssieg war ein Riesenschritt

Nach der nächsten Gala gegen einen direkten Konkurrenten scheint Wiener Neustadt aus den ersten Vier kaum noch zu verdrängen zu sein. In der Tabelle rücken die Cracks aus der Allzeit Getreuen auf den zweiten Platz nach vorne. Nach Verlustpunkten gerechnet ist Wiener Neustadt Vierter. Der Vorsprung auf Linz beträgt zwei Verlustpunkte, jener auf Salzburg drei. Wiener Neustadt hat in der Rückrunde aber schon einige schwierige Aufgaben gelöst, hat eine vermeintlich leichtere Restauslosung aus die Konkurrenz. "Aber es kann schnell gehen, es braucht sich nur ein Spieler verletzen oder Corona bekommen", mahnte Obmann Gernjak bereits nach dem Sieg gegen Kapfenberg.