Ein sportliches Geschenk mit neuer Hüfte. Am Donnerstag wurde Erwin Goldmann 80 Jahre alt. Zum Geburtstag bestritt er einen Wettkampf, erstmals mit neuer Hüfte.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 16. September 2020 (00:23)
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„Fit und gesund“ lautete das Motto der heurigen Businessrun Challenege 2B, rund um den Neufelder See. Dieses Motto nahm sich auch der Muthmannsdorfer Walker Erwin Goldmann zu Herzen. Erst vor sieben Wochen bekam er eine neue Hüfte, der Start stand auf der Kippe. „Am Dienstag war die Hüfte noch beim Check. Primar Ungersböck hat sein Okay gegeben, aber ich sollte nur ganz langsam gehen“, erzählt Goldmann im NÖN-Gespräch.

Auch diesen Rat nahm er sich zu Herzen. Immerhin wollte er seinen 80. Geburtstag sportlich begehen. Die ersten Meter waren allerdings eine mentale Herausforderung. „Der erste Kilometer war deprimierend. Ich habe mir gedacht, dass ein paar dabei sein werden, die das auch gemütlich angehen, aber die Walker haben schon einen Ehregeiz“, hatte Goldmann die Rote Laterne inne: „Die vor mir waren immer weiter. Neben mir ist nur das Rettungsauto gefahren und ich habe mir gedacht: ,Jetzt müssen die Autofahrer wegen mir so lange warten.‘“, dachte Goldmann ans Aufgeben, doch er machte weiter und schaffte es schlussendlich auch ins Ziel. 1:04:31 Stunden brauchte Goldmann für 5,6 Kilometer. „Ich bin dann dort mit Musik und einem Spalier empfangen worden. Das war schon ein echt tolles Erlebnis“, strahlt Goldmann und auch seine Frau, die als Zuseherin dabei war, begeisterte der Empfang: „Die Sportler haben schon eine echt tolle Kameradschaft.“

„Neben mir ist nur das Rettungsauto gefahren und ich habe mir gedacht: ,Jetzt müssen die Autofahrer wegen mir so lange warten.‘“ Erwin Goldmann

Für ihren Mann steht fest, dass er auch weiterhin an Nordic Walking-Wettkämpfen teilnehmen möchte. Seit sechs Jahren zählt Goldmann quasi zum Stamminventar der Sparkasse Lauftour. „2020 ist eine Veranstaltung nach der anderen abgesagt worden. 2021 soll die Lauftour wieder stattfinden. Da möchte ich wieder dabei sein“, unterstreicht Goldmann.