Wiener Neustadt

Erstellt am 12. Februar 2019, 04:48

von Fritz Hauke

SC Wr. Neustadt: Auf ins Abenteuer!. Wiener Neustadt empfängt am Sonntag um 15 Uhr Red Bull Salzburg – ein Aufstieg würde einem Wunder gleichkommen.

Auf Domenik Schierl, der bei Red Bull ausgebildet wurde, und die Wiener Neustädter Defensive kommt am Sonntag eine Menge Arbeit zu.  |  Andreas Karner

Es wird nicht mehr viel schwerer im heimischen Fußball –  Red Bull Salzburg, Serien-Meister und Europa League-Abo-Besitzer, gibt sich im Cup-Viertelfinale die Ehre in Wiener Neustadt. „Für uns ist es ein Abenteuer“, meint Trainer Gerhard Fellner, der mit einem ausverkauften Wiener Neustädter Stadion rechnet – vielleicht zum letzten Mal, bevor im Sommer endgültig die Türen in der Giltschwertgasse geschlossen werden. „Wir merken, dass dieses Spiel von der Region gut angenommen wird. Vielleicht können wir mit unserer ehrlichen Art, Fußball zu spielen, ein paar Leute begeistern, die dann vielleicht wiederkommen“, so der Trainer.

Und wie will Wiener Neustadt das Wunder, die Sensation bewerkstelligen? „Im Fußball kann viel passieren, wir brauchen aber einen idealen Spielverlauf, um hier eine Chance zu haben. Wir müssen hinten sicher stehen, daran führt kein Weg vorbei“, meint Fellner.

„Im Fußball kann viel passieren, wir brauchen aber einen idealen Spielverlauf, um hier eine Chance zu haben.“ SC-Trainer Gerhard Fellner

Red Bull Salzburg knacken – eine Herkulesaufgabe. „Das haben in dieser Saison auch internationale Top-Teams wie Celtic Glasgow, Rosenborg oder Leipzig nicht geschafft. Von Rapid, Sturm oder der Austria red‘ ich da gar nicht…“, weiß Fellner, dass sich schon andere Kaliber am zähen „Bullen“-Fleisch die Zähne ausbissen. Für den Wiener Neustadt-Coach ist es aber gerade deswegen „eine Ehre, dass sich eine Mannschaft wie Red Bull mit dir beschäftigen muss.“ Wiener Neustadt hatte sich durch einen Sieg im Achtelfinale gegen Ried für die Runde der letzten Acht qualifiziert. „Mit diesem Cup-Fight haben sich die Burschen verdient, hier zu stehen“, so Fellner.

Ein Blick in die Vergangenheit lässt im direkten Duell mit Red Bull Salzburg den Angstschweiß auf der Stirn im Wiener Neustädter Fan-Block aufsteigen: 24 Spiele, 18 Red Bull-Siege, zwei Unentschieden, zwei SC-Siege. Tordifferenz: 18:80 –  bei den letzten zehn Begegnungen gab‘s nur zwei Mal weniger als vier Gegentreffer. Und auch das letzte Cup-Duell eines Bezirks-Teams mit Red Bull fiel dramatisch aus: Kampl, Soriano, Alan Mane und Sabitzer zerstörten den damaligen Regionalligist Sollenau im Sommer 2014 – 1:10.

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