Ohne den „Drachen“ in die Rückrunde. Yang „Drache“ Yinghao wird 2018 wohl nicht mehr in Wiener Neustadt aufschlagen. Statt ihm kommt 20-jähriger US-Boy.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 16. Januar 2018 (02:58)
Von Wiener Neustadt ins chinesische Nationalteam. Der 16-jährige Yang Yinghao (l.) fegte in seinen sechs Einzelmatches alles und jeden von der Platte. In der Rückrunde müssen Doppelpartner Alexander Chen (r.) und Co. nun aber aller Wahrscheinlichkeit noch ohne ihre Nummer eins auskommen.
Malcolm Zottl

Am Sonntag (15 Uhr) starten Wiener Neustadts Bundesliga-Cracks im BG Zehnergasse in die Rückrunde. Zu Gast ist das Tabellenschlusslicht Wiener Neudorf. „Eigentlich ist das ein Pflichtsieg, aber das sind oft die schwersten Spiele. Sie haben zum Beispiel in Innsbruck Remis gespielt, wir haben dort verloren“, nimmt Sportmanager Franz Gernjak das Derby nicht auf die leichte Schulter.

Zur Saisonhälfte hat sich der Aufsteiger aus der Allzeit Getreuen im Abstiegskampf eine gute Ausgangsposition geschaffen, rangiert an der siebten Stelle. Nur der Neunte und der Zehnte müssen am Saisonende in die Barrage um den Ligaverbleib. So einfach wie erhofft, wird der Klassenerhalt aber nicht: Yang Yinghao, er gewann alle seine sechs Einzelmatches, wird eher nicht mehr zurückkehren. „Es ist leider auch anderen aufgefallen, dass er nicht so schlecht ist. Er ist jetzt ins chinesische Nationalteam geholt worden. Wenn er dort mal drinnen ist, bekomme ich ihn kaum noch raus“, seufzt Gernjak.

„Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich das Jahr eigentlich nur mit zwei Spielern dastehe.“ Wiener Neustadts Franz Gernjak muss rotieren.

Der Dominikaner Emil Santos und der Argentinier Gaston Alto sind ebenfalls im internationalen Einsatz. „Ich bin im Kreis gelaufen, dass ich neue Spieler finde“, durchforstete Gernjak unter anderem den malayischen und saudi-arabischen Markt.

Fündig wurde der Wiener Neustädter Sportmanager in den USA. Yijung „Tom“ Feng soll neben Alexander Chen und Zoltan Zoltan an die Platte treten. „Er ist ein Penholder-Spieler (Anm.: Umfasst den Schläger wie Füllfeder, anstatt mit der kompletten Hand). Davon gibt es nur noch ganz wenige, das wird interessant zu sehen“, meint Gernjak, der Rang acht am Saisonende als Ziel ausgibt und 2018/2019 soll es dann nach vorne gehen: „Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich das ganze Jahr eigentlich nur mit zwei Spielern dastehe. So ein Jahr tue ich mir nicht mehr an“, verhandelt Gernjak schon mit Akteuren für die nächste Spielzeit.