Pernsteiner darf zur Spanien-Rundfahrt. Hermann Pernsteiner wurde für die Vuelta nominiert. Der Kirchschlager darf auch auf einen Startplatz bei der Heim-WM hoffen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 21. August 2018 (02:15)
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Will sich quälen. Hermann Pernsteiner wurde bei der Ö-Tour Zweiter am Kitzbühler Horn, bei der Vuelta will er ähnlich groß aufzeigen.

Heiße Wochen kommen auf den Kirchschlager Hermann Pernsteiner zu. Wie am gestrigen Montag bekannt wurde, darf der 27-Jährige bei der Vuelta erstmals bei einer der großen drei Landesrundfahrten in die Pedale treten.

„Das ich gleich in meinem ersten Profi-Jahr die Chance bekomme, ist eine Ehre und eine coole Sache“, meinte Pernsteiner beim NÖN-Telefonat am Montag. Als Hauptaufgabe sieht der Bahrain-Merida-Profi die Unterstützung seiner Kapitäne: „Dafür wurde ich von meinem Team Bahrain Merida mitgenommen.“ Die Vuelta gilt als bergigste der drei großen Landesrundfahrten (Giro, Tour de France). Das kommt dem „Kraxler“ aus der Buckligen Welt natürlich entgegen.

Die Spanien-Rundfahrt beginnt am Samstag und endet am 16. September in Madrid. Pernsteiner nimmt dabei eine Helferrolle für Vincenzo Nibali und Jon Izaguirre ein.

Bei der Vuelta für die Heim-WM empfehlen

Neben der Vuelta-Nominierung steht Pernsteiner auch auf der Long List für die Heim-WM in Innsbruck (30. September). Aus der neunköpfigen rot-weiß-roten Auswahl dürfen bei der WM aber nur sechs Fahrer an die Startlinie rollen. Bis spätestens 15. September wird der endgültige Kader präsentiert.

„Natürlich hofft man, aber das tut jeder. Alle neun hätten die Berechtigung, dort zu starten.“ Hermann Pernsteiner über die Chance auf ein WM-Ticket

Die heimische Konkurrenz ist jedenfalls groß, etwa mit dem Giro-Siebenten Patrick Konrad, dem letztjährigen Giro-Etappensieger Lukas Pöstlberger oder den ehemaligen Ö-Tour-Siegern Stefan Denifl und Riccardo Zoidl. Pernsteiner hat einen zweiten Gesamtrang bei der heurigen Österreich-Rundfahrt entgegen zu halten, dennoch heißt es um den Startplatz zittern: „Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie die Chancen stehen. Natürlich hofft man, aber das tut jeder. Alle neun hätten die Berechtigung, dort zu starten“, ist die Österreichische Vorausscheidung laut Pernsteiner so schwer wie selten zuvor.

Eine optimale Vorbereitung ist jedenfalls Pflicht, weshalb Pernsteiner auch die Europameisterschaft in Glasgow kurzfristig sausen ließ. „Der Kurs wäre mir nicht gelegen. Das Wetter war dann beim Rennen auch grauselig“, erzählt Pernsteiner, der der EM vier Tage Training in der Heimat vorzog.