Alles neu in Down Under für Hermann Pernsteiner. Für den Kirchschlager Hermann Pernsteiner beginnt die Saison nächste Woche in Australien – mit neuer Teamorganisation, neuen Mannschaftskollegen und neuen Zielen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:08)
Tritt wieder in die Pedale. Hermann Pernsteiner ist mit seiner zweimonatigen Vorbereitung zufrieden. Der erste Formtest erfolgt in Australien, der erste Saisonhöhepunkt soll der Giro d‘Italia sein.
APA/EXPA

Am kommenden Dienstag startet Hermann Pernsteiner in seine dritte Saison auf der UCI World Tour. Und wie jedes Jahr beginnt die Saison mit der Tour of Down Under in Australien. „Ich habe noch keine Topform, das wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch falsch, aber die Form ist solide“, meint Pernsteiner. In der Vorbereitung schuftete der 29-Jährige in erster Linie zu Hause.

Pernsteiner-Team nun noch professioneller

Unterbrochen wurden die Einheiten von einem Kurztrainingslager in Kroatien im Dezember, Weihnachten und anschließend einem zweiwöchigen Trainingskurs auf Mallorca (bei perfekten Bedingungen).

Pernsteiner hatte zuletzt also Gelegenheit seine neuen Kollegen kennenzulernen. Mit Mikel Landa, Pello Bilbao, Rafael Valls oder Wout Poels bekam Pernsteiner starke Kletterer als teaminterne Konkurrenz. Superstar Vincenzo Nibali verließ den Rennstall. „Ich werde meine Freiheiten bekommen“, soll Pernsteiner auch auf Siege fahren können: „Es wird kein Rennen geben, wo man einfach so hinfährt. Um im Radsport heute erfolgreich zu sein, muss jedes Detail passen. Es wird klar sein, wo ich als Helfer hinfahre und wo ich was probieren kann.“

Hermann Pernsteiner
APA/EXPA

Dass bei Pernsteiners Team nichts dem Zufall überlassen wird, liegt auch an den neuen Verantwortlichen, denn im Winter wurde aus Bahrain Merida Bahrain McLaren. „Es hat sich sehr viel geändert. Was vorher Italienisch war, ist jetzt Britisch. Aber ich würde sagen, es hat sich eigentlich zum Positiven geändert. Ich glaube, das Team hat eine große Zukunft“, beschreibt der Kirchschlager.

Pernsteiner plant mit einem Start beim Giro

Zur Zukunftsgeschichte will auch Pernsteiner ein Kapitel beitragen. Nach dem Saisonstart in Australien geht es gleich zum Höhentraining nach Teneriffa. Dort soll der Grundstein für den ersten Saisonhöhepunkt gelegt werden – den Giro d‘Italia. 2019 musste Pernsteiner noch kurzfristig die Segel streichen, heuer ist die Italien-Rundfahrt fix eingeplant. Dass Pernsteiner bei einer großen Landesrundfahrt vorne mitfahren kann, bewies Pernsteiner bereits 2019 mit Platz 15 bei der Vuelta.