Ein Kirschlager erobert Rad-Welt. Hermann Pernsteiner feierte beim Grand Prix der Stadt Lugano seinen ersten Profi-Sieg.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 05. Juni 2018 (01:59)
Team Bahrain-Merida/BettiniPhoto
Jubelschrei. Hermann Pernsteiner war beim GP Lugano „zur rechten Zeit an der richtigen Stelle“ und mutierte vom Wasserträger zum Rennsieger. 

Der Kirchschlager Hermann Pernsteiner ist in der Form seines Lebens. Der 27-Jährige beendete zuerst die Japan-Tour auf Rang zwei und setzte dann beim Grand Prix der Stadt Lugano einen oben drauf. Pernsteiner brachte seine Flucht über die Ziellinie und feiert seinen ersten Sieg im Dress des World Tour-Rennstalls Bahrain Merida. „Es ist der schönste Tag meiner Karriere. Ich kann es nicht glauben“, strahlt der gelernte Mountainbiker Pernsteiner, der den Fokus erst seit heuer komplett auf die Straße richtet.

In der vierten von acht Runden setzte er sich mit Kristian Sabaragli vom Feld ab. Auf der Schlussrunde war klar, dass das Duo den Sieg unter sich ausmachen würde. Pernsteiner: „Mein Gegner ist in der Ebene schneller. Ich habe gewusst, wenn wir gemeinsam am Ziel ankommen, wird es schwer für mich ihn zu schlagen.“

„Ich war mir nicht sicher, dass ich es durchziehen kann, weil ich doch müde war von der Japan-Tour und dem Jetlag.“ Hermann Pernsteiner

Der 1,68 Meter große Bergfex setzte am letzten Anstieg einen Angriff. „Ich war mir nicht sicher, dass ich es durchziehen kann, weil ich doch müde war von der Japan-Tour und dem Jetlag. Aber ich hatte immer noch gute Beine und habe es versucht“, hatte Pernsteiners Taktik Erfolg – nach 186 Kilometer erreichte er mit 32 Sekunden Vorsprung das Ziel.