SCWN als Underdog bei Roten Bullen. Red Bull Salzburg will am Sonntag (ab 16.30 Uhr/live ORF eins) daheim gegen den SC Wiener Neustadt mit dem zwölften Fußball-Bundesliga-Sieg en suite den Meistertitel endgültig fixieren. Neustadt will da nicht mitspielen.

Erstellt am 21. März 2014 (14:41)
Die "Bullen" könnten aber auch schon am Vorabend zum fünften Mal als österreichischer Champion feststehen, wenn nämlich Verfolger Grödig in Ried nicht gewinnen sollte. Es wäre der früheste Titel in der Drei-Punkte-Ära (seit 1995).

4:30 Treffer in den letzten sechs Treffen

Den bisherigen Rekord hält der SK Sturm Graz, der in der Saison 1997/98 nach der 29. Runde als Meister festgestanden war. Salzburg kann diesen nun um eine Runde unterbieten und will sich dabei auch nicht durch das bittere Out im Europa-League-Achtelfinale gegen Basel aus der Erfolgsspur bringen lassen.

Alles andere als ein Sieg der Hausherren wäre eine Sensation, hat die Schmidt-Elf doch die letzten sechs Duelle mit den Blau-Weißen aus Wiener Neustadt allesamt gewonnen (Torverhältnis 30:4!) und dabei jeweils mindestens drei Treffer erzielt. In dieser Saison kassierte der Tabellensiebente sogar zwei 1:5-Heim- und eine 1:8-Niederlage in der Red-Bull-Arena. Außerdem sind die Salzburger seit dem 0:2 am 12. August 2012 gegen Rapid in 30 Heimspielen (23 Siege, 7 Remis) ungeschlagen.

"Gegen Salzburg kann man nur gewinnen"

"Wenn Salzburg einen normalen Tag erwischt, dann wird es sehr, sehr schwer", weiß Wiener-Neustadt-Mittelfeld-Spieler Jürgen Säumel. "Gegen Salzburg kann man nur gewinnen. Es ist klasse, gegen so eine Mannschaft zu spielen", meinte sein Trainer Heimo Pfeifenberger, dessen Mannschaft zuletzt im NÖ-Derby ein 0:3 bei der Admira kassierte.

Davor hatte Wiener Neustadt aber vier Spiele nicht verloren. Nach dem 1:1 bei der Wiener Austria folgten gegen Innsbruck (1:0/heim), Grödig (2:1/auswärts) und Sturm Graz (2:1/heim) drei Siege in Serie. "Wir haben in der Winterpause den Stil geändert und jetzt mehr Tempo drinnen, das haben alle super gelernt, auch die jüngeren Spieler", erklärte Pfeifenberger, wie er es geschafft hat, den einstigen Abstiegskandidaten zu stabilisieren.

Ex-Salzburger Pfeifenberger kommt ins Schwärmen

Der Rückstand auf den Fünften Ried beträgt deshalb vor dem letzten Saisonviertel nur drei Zähler. "Da brauchen wir Superleistungen, wenn wir den fünften Platz holen wollen, aber wir werden es probieren", betonte Pfeifenberger, der Salzburg zuletzt beim 5:0-Heimsieg über den WAC im Stadion beobachtete.

"Das war super zum Zuschauen, obwohl sie nicht den besten Tag hatten. Aber egal, wer bei ihnen spielt, die haben so viel Qualität drinnen und diese riesige Spielfreude, die hören nie auf. Sie leben es uns vor, wie man Fußball zelebrieren kann. Sie spielen immer 90 Minuten Vollgas. Wenn sie 3:0 führen, wollen sie das 4:0 machen", geriet der 47-jährige ÖFB-Ex-Internationale ins Schwärmen über den designierten Meister.