Neustadt erlebt sein Waterloo

Erstellt am 22. Juni 2022 | 02:17
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Symbolbild Tennis
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Foto: APA (AFP)
UTC BH zerfällt im Saisonfinale der Bundesliga und muss absteigen. Zeichen stehen stehen auf Abschied.
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Halbfinale ade. Spielerinnen ade. Bundesliga ade. Die letzten Tage beim UTC BH waren mehr als turbulent. Nachdem die Wiener Neustädterinnen das Saisonziel Final Four verpassten, gab es Auflösungserscheinungen. Im unteren Play-off setzte drei klare Niederlagen. Der sportliche Super-GAU: Winer Neustadt muss aus der 1. Damen-Bundesliga absteigen. Damit hätte vor der Saison keiner gerechnet, zuletzt zeichnete sich der Abschied aber ab.

„Das ist schon unglücklich, wenn der ÖTV während der ohnehin kurzen Mannschaftsmeisterschaft so ein Turnier ansetzt.“
Franz Brandtner über die Ausfälle im Liga-Endspurt

Die Reise zum alles entscheidenden Spiel in Klosterneuburg machten nur mehr drei Spielerinnen mit. „Es ist dann eskaliert“, gibt Obmann Franz Brandtner zu. Mira Antonitsch und Alina Michalitsch zogen trotz aufrechter Verträge einen Start beim internationalen Turnier in Pörtschach vor: „Sie haben Wildcards für dieses Turnier bekommen. Das ist schon etwas unglücklich, wenn der ÖTV während der ohnehin kurzen Mannschaftsmeisterschaft so ein Turnier ansetzt“, seufzt Brandtner.

Antonitsch und Michalitsch werden kommende Saison wohl nicht mehr für Wiener Neustadt spielen: „Wir sind ihnen nicht böse, aber es steht ihnen frei, sich einen neuen Verein zu suchen. Die Zeichen stehen auf Abschied“, genauso wie bei Tamara Teufl, die in die Schweiz geht. Damit steht sogar das Projekt Spitzensport im Damen-Bereich im UTC BH in Frage.