Thiem-Antreten bei Tullner "Tennis-Festwochen" möglich

Erstellt am 27. Juni 2022 | 12:10
Lesezeit: 3 Min
Dominic Thiem
Dominic Thiem
Foto: APA/dpa/Andreas Gora
Österreichs Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer hat Dominic Thiem in seinem erweiterten Kader für das Länderspiel am 16./17. September in Tulln gegen Pakistan aufgenommen.
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Je nach Abschneiden bei den US Open in New York ist auch ein Antreten des ehemaligen Weltranglistendritten beim vorher ebenfalls auf der Anlage des TC Tulln angesetzten APT-Challengerturnier (4.-10.9.) nicht ausgeschlossen. Den Tullner "Tennis-Festwochen" sehen die Verantwortlichen erfreut entgegen.

Er habe bezüglich Davis Cup natürlich mit allen Spielern gesprochen, man habe sich ja auch für einen Belag (Sand/Anm.) entscheiden müssen, sagte Melzer am Montag auf einer Pressekonferenz in Tulln, Thiem sei im erweiterten Kader drinnen. "Ich kann noch nicht sagen, ob er spielt. Da muss ich die nächsten Wochen einfach abwarten", fügte der Sportdirektor im ÖTV an.

Dass Thiem seine Teilnahme am Challenger Anfang Juli in Salzburg angekündigt hat, lässt die Agentur Champ Events, die beide Veranstaltungen in der Blumenstadt an der Donau ausrichtet, auch hoffen. "Ich wünsche ihm, dass er in Amerika lange und gut spielen wird, aber es könnte für ihn sicher ein Thema sein. Ansonsten hoffe ich, dass alle unsere Österreicher die Chance nützen", sagte Turnierdirektor Florian Leitgeb. "Es können Tennis-Festwochen werden."

Das als Niederösterreich Open geführte ATP-Challenger bilanzierte im Vorjahr mit über 4.000 Zuschauern, Niederösterreichs Sportlandesrat Jochen Danninger kündigte für heuer 25 Prozent Preisnachlass für Besitzer der NÖ-Card an. Zudem soll es ein Training für Nachwuchsspieler mit den ÖTV-Stars geben. Martin Ohneberg, der Präsident des Österreichischen Tennisverbandes, sieht das Event-Doppel als "wirtschaftlich sehr vernünftige Entscheidung", für den Davis Cup werde die Infrastruktur des Challengers genützt. Um den Center Court wird eine Zuschauertribüne für 1.500 Personen errichtet.

Die Wichtigkeit heimischer Tennisturniere von internationaler Bedeutung strich Melzer hervor, es helfe auch den Spielern, Reisekosten zu sparen. "Wir haben uns immer gefragt, was machen andere Länder so gut, was macht Italien so gut. Warum haben die auf einmal so viele internationale Spieler, die vorne mithalten können. Die haben einfach extrem viele Turniere, und da sind wir hinterhergehinkt." Heuer müsse man sich mit dem Angebot nicht verstecken. "Wir haben 19 ITF-Turniere, drei Challenger, zwei ATP-Turniere. Das ist für ein kleines Land wie Österreich definitiv herzeigbar. "Tulln kann ein kleiner Baustein sein, einen Spieler weiterzubringen." Er freue sich, dass es "zwei richtig coole Tenniswochen" werden.

Der Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk spricht von einer "großen Auszeichnung". Bernhard Steinböck vom gastgebenden Verein sieht nach der anfänglichen Skepsis im Vorjahr vor dem Challenger und dem dann großen Erfolg ein verändertes Stimmungsbild, man habe nun drei Brücken. "Die Donaubrücke, die Rosenbrücke und die Brücke zum internationalen Tennis."