Thiem auch in Rom nach erstem Match ausgeschieden

Erstellt am 09. Mai 2022 | 22:22
Lesezeit: 4 Min
Thiem seit Comeback weiter ohne Sieg - Aus in Rom
Thiem seit Comeback weiter ohne Sieg - Aus in Rom
Foto: APA/AFP
Für Dominic Thiem geht das Warten auf den ersten Sieg auf der ATP-Tour seit 12. Mai 2021 weiter: Der 28-jährige Niederösterreicher musste sich auch bei seinem fünften Turnier seit seiner Rückkehr nach 280 Tagen Verletzungspause gleich zum Auftakt geschlagen geben. Thiem unterlag am Montag in der ersten Runde des Masters-1000-Turniers von Rom dem Italiener Fabio Fognini nach 1:53 Stunden mit 4:6,6:7(5).
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"Es war okay das Match. Es war bei Weitem nicht schlecht, auch wenn man sich die Statistiken anschaut und sie mit den letzten Matches vergleicht, sind sie viel besser gewesen", erklärte Thiem nach seiner Niederlage. Der Gewinnprozent-Anteil nach dem ersten und nach dem zweiten Aufschlag, die Returns, all dies sei "echt in Ordnung" gewesen. "Ich hab nur die Breakbälle nicht verwertet. Teilweise hat er gut gespielt, teilweise passieren noch Fehler, die auf dem Level einfach nicht passieren dürfen."

In bisher fünf Spielen ist dem ehemaligen Weltranglisten-Dritten erst ein Satzgewinn gelungen. Für Thiem geht es nun kommende Woche beim ATP-250-Turnier in Genf weiter, wo er unmittelbar vor den French Open (ab 22. Mai) seine Generalprobe bestreitet. Für seine Rückkehr auf Grand-Slam-Level braucht Thiem dringend Selbstvertrauen, muss sich aber auch in Sachen Konstanz und einer weniger fehlerhaften Vorhand noch deutlich steigern.

Thiems bisher bester Rom-Auftritt war 2017, als er nach einem Viertelfinalsieg über Rafael Nadal erst mit der Niederlage im Halbfinale gegen Novak Djokovic ausgeschieden war. Von diesen Glanzzeiten ist Thiem aktuell allerdings immer noch recht weit entfernt. Zu inkonstant, zu fehlerhaft vor allem von der Vorhand agierte der Niederösterreicher, der nach 280 Tagen Verletzungspause wegen einer Handgelenksverletzung erst sein fünftes Turnier bestritt.

Das insgesamt fünfte Duell der beiden Spieler (Fognini verkürzte nun auf 2:3) begann mit einem zunächst souveräneren Aufschläger Thiem, während Fognini im vierten Game schon zwei Breakbälle Thiems abwehren musste. Beim Stand von 4:4 fand dann Fognini seine ersten Chancen vor, und er nutzte die zweite zum ersten Servicedurchbruch des Matches. In der Folge verwertete Fognini seinen zweiten Satzball zum 6:4 nach 48 Minuten.

Im zweiten Durchgang nutzte Thiem, der in Rom u.a. von seiner Freundin, der Starmania-Jurorin Lili Paul-Roncalli angefeuert wurde, nach einem Service-Game zu Null eine Breakchance zum 2:0 nicht. Diese ungenutzte Möglichkeit brachte ihn später wieder in Rückstand, denn bei 3:3 gab Thiem seinen Aufschlag ab. Fognini stellte in der Folge auf 5:3 und hatte nach 96 Minuten bei 5:4 und eigenem Aufschlag seinen ersten Matchball. Thiem bäumte sich aber sehr stark auf und nutzte in diesem Game seine dritte Chance zum 5:5.

Der alte Kämpfergeist des vierfachen Major-Finalisten und US-Open-Siegers 2020 blitzte da so richtig auf. Mit souveränen Service-Games beider Spieler ging es dann ins Tiebreak. In diesem egalisierte Thiem noch ein 3:5, doch 17 Minuten nach seinem ersten Matchball nutzte Fognini dann seinen zweiten zum 7:5.

Dieser knapp verpasste dritte Satz gab Thiem im Rückblick aber dennoch Hoffnung: "Es ist nicht weit weg. Heute war das beste Match wieder, es war sicher sehr nah dran, zumindest an einem dritten Satz. Es fehlt überall noch ein bisserl was", erklärt Thiem, den auch positiv stimmte, dass er mit der Vorhand auch wieder einige Winner schlagen konnte. Sein Verhältnis Winner/unerzwungene Fehler war mit 20 zu 22 ebenfalls nicht übel.

In Genf will sich der Lichtenwörther nun mehr als nur den letzten Schliff für Paris holen. "Es ist nicht so wie in den letzten Jahren, dass ich in Roland Garros einer der Topfavoriten bin. Ich wäre heilfroh, wenn ich ein, zwei Runden gewinnen würde."