Quelle allen Übels. Wiener Neustadt hat seit September nur zwei Treffer erzielt – Günter Kreissl erklärt die Hintergründe.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 27. Oktober 2014 (08:44)
NOEN, Franz Baldauf
Günter Kreissl
Zweimal durften die Wiener Neustädter Fans jubeln. So selten trafen die SC-Kicker in den letzten Wochen ins Netz. Seit September konnten die Blau-Weißen nicht mehr allzu oft jubeln. Die Meinung der Kurve ist klar – Offensivprobleme, ein Stürmer fehlt. Sport- und PR-Manager Günter Kreissl hält da dagegen. „Ich würde nicht von einem Offensivproblem sprechen.“

„Uns fehlt die Konzentration und die Frische"

Kreissl sieht die Angelegenheit nicht als Schwäche im offensiven Personalsektor: „Man muss zwei Bereiche unterscheiden: Spiel mit und Spiel ohne Ball. Wir laufen im Moment zu oft unseren eigenen Fehlpässen nach – dadurch fehlt uns dann im Ballbesitz die Konzentration und die Frische, um gefährlich zu werden.“

Der Sportmanager der Wiener Neustädter traut seinen Schützlingen zu, sich selbst wieder aus der Krise zu ziehen. „Wir haben die Leute, die diese Qualität haben. Wenn man sich die Statistik gegen die Austria ansieht, hatte der Gegner zwei Drittel des Ballbesitzes. Das heißt: Wir sind über eine Stunde dem Ball nachgelaufen. Das macht müde – körperlich und auch im Kopf. Als Mannschaft braucht man den Ball, um auch eine gewisse Sicherheit zu bekommen.

„Geben den Ball zu leicht wieder her“

Kreissl weiter: „Wir betreiben einen hohen Aufwand, um den Ball zu bekommen, und geben ihn dann zu leicht wieder her.“ Das soll in den nächsten Wochen anders werden. Damit die Spieler sich nicht mehr selbst das Leben schwer machen, wird in den Einheiten unter der Woche besonders auf diese Aspekte Wert gelegt. „Ich sehe das Training, es wird genau an diesen Punkten gearbeitet“, verrät Kreissl.