Remise ist neue Ping Pong-Heimat. Die Remise in der Marktgasse wird zum Tischtennis-Hotspot. Zu sehen gibt es Bundesliga und erstmals Europacup. Die Halle ist eine Trainingsstätte für den ganzen Verein.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 10. August 2019 (11:43)
Malcolm Zottl

Wenn im September die Tischtennis-Saison startet, ist bei Bundesligist Wiener Neustadt vieles neu, nicht nur was den völlig umgemodelten Kader betrifft. In der Wiener Neustädter Remise (Marktgasse) fanden die Tischtennis-Cracks nicht nur eine neue Matchheimat, sondern auch eine Trainingsstätte. Die Zeiten im BG Zehnergasse sowie in der Volksschule Josefstadt sind damit vorbei.

„Das Projekt gibt es eigentlich seit drei Jahren“, erzählt Vereinsobmann Franz Gernjak: „Wir haben mit der wnsks jetzt eine sehr gute Kooperation. Die Idee stammt von Bürgermeister Schneeberger. Die Stadträte Dinhobl und Gerstenmayer haben uns sehr unterstützt“, bedankt sich Gernjak. Trotz allem: Die Auflagen sind streng. Immerhin sind in der Remise über 40 Busse untergebracht. Das erfordert für die Abwicklung des Spieltages einen Ordnerdienst.

Doch nicht nur die Bundesliga-Mannschaft hat ein neues Zuhause gefunden. Diverse Teams können in der Remise trainieren und spielen. Außerdem soll es ein Angebot für Senioren und Hobbyspieler geben, genauso wie für die Jugend. Angedacht ist eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen und eine eigene Tischtennisschule.
Das Spitzensport-Highlight ist die erstmalige Teilnahme am Europacup. Im Tischtennis werden die teilnehmenden Teams anhand der Ranking-Positionen der einzelnen Spieler gesetzt. Da war Wiener Neustadt auf Rang 17 und verpasste die Champions League-Teilnahme um eine Position.

„Das hätte ich aber auch nicht gewollt. Da hätten wir zum Beispiel gegen Düsseldorf und Timo Boll spielen können, so stark sind wir nicht“, gesteht Gernjak. Im ETTU Cup, vergleichbar mit der Europa League im Fußball, ist das Viertelfinale „das Traumziel“, so Gernjak. Da würde es dann ein Duell mit einem Gruppendritten aus der Champions League geben.

Internationale Einsätze sind in Wiener Neustadts neuer Tischtennis-Halle möglich, auch weil 18 Leuchten mit 1.500 Lux in Zukunft für ausreichend Beleuchtung sorgen werden. Die Halle ist ein Fortschritt zum BGZ-Turnsaal. Große Veranstaltungen wie Staatsmeisterschaften oder das Bundesliga Opening – das eigentlich in der Arena Nova stattfinden hätte sollen, nun am 22. September in Baden über die Bühne geht (mit Neustadt und dem BAC als Ausreichter) – sind nicht durchführbar. „Eine große Mehrzweckhalle ist es natürlich nicht“, sieht sich Gernjak infrastrukturell noch nicht am Plafond.