Wiener Neustadt feiert Finaleinzug. Konecny und Co. schalten Stockerau aus und treffen jetzt am 20. Mai in Wels auf Überraschungsteam Salzburg um den Titel.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 05. Mai 2021 (01:34)
Symbolbild
APA (AFP)

Wiener Neustadt im Endspiel um den Meistertitel der Tischtennis-Bundesliga! Der Einzug ins Finale bedeutet den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Am Montagabend in der Remise machten die Wiener Neustädter alles klar, nachdem sie am Samstag in Stockerau mit einem 4:2-Auswärtssieg im Hinspiel bereits einen Fuß in der Finaltür hatten. Der Gegner musste den Ausfall des ehemaligen Weltranglisten-Neunten Chen Weixing verkraften…

Zum Start matchte sich Tomas Konecny mit Oleksandr Didukh. Während der erste Satz knapp an den Stockerauer ging, kam Konecny in Satz zwei mit 11:2 eindrucksvoll zurück und rang Didukh in fünf Sätzen nieder. „Das war ein extrem wichtiger Sieg, wir wussten um die Bedeutung dieser ersten Begegnung“, atmete Sportmanager Franz Gernjak nach dem entscheidenden Matchball tief durch. In Spiel Nummer zwei festigte der Kubaner Andy Pereira Wiener Neustadts Griff auf dem Finaleinzug. Gegen Alexander Chen behielt er in drei knappen Sätzen die Nerven, gab keinen Satz her und siegte glatt mit 3:0. Stockerau meldete sich mit einem 3:1 von Maciej Kolodziejczyk noch einmal zurück, wahrte somit die Mini-Chance auf einen Finaleinzug der Gäste. Doch diese Hoffnung währte nur kurz, im Doppel machten Tomas Konecny und Felix Wetzel alles klar, Konecny festigte mit seinem zweiten Sieg im Einzel – dieses Mal über Alexander Chen – Wiener Neustadts souveränen Finaleinzug.

„Wir wollten ins Finale, das war das interne Ziel – aber natürlich wollen wir es jetzt auch gewinnen, das ist in unserer DNA.“ Sportmanager Franz Gernjak

Gernjak nach dem historischen Erfolg: „Hoch emotional, wir sind sprichwörtlich Achterbahn gefahren. Wenn man denkt, wo wir im Herbst noch waren, als wir auf Platz sechs lagen.“ Was auf diese Talsohle folgte, war ein Lauf von zwölf Spielen ohne Niederlage.

Der TTC SolexConsult Wiener Neustadt trifft im Endspiel auf Überraschungsteam Salzburg, die im Halbfinale den großen Favoriten Wels hinauswarfen – jene Welser, die sich um die Austragung des Finales am 20. Mai bemühten, in der Annahme, sie wären ein Teil davon. „Salzburg ist mein Stammverein, der Obmann war mein ehemaliger Trainer“, verrät Gernjak, der seinem Heimatklub auch immer wieder mal mit einem guten Rat zur Seite stand. Zufriedenheit ist in Wiener Neustadt nicht eingekehrt: „Wir wollten ins Finale, das war das interne Ziel – aber natürlich wollen wir es jetzt auch gewinnen, das ist in unserer DNA.“ Und vielleicht sogar mit Unterstützung: „Wäre toll, wenn das Spiel vor Fans in der Halle stattfinden könnte.“