Vierter Sieg en suite für "Bullen". Der SC Wiener Neustadt bleibt der Lieblingsgegner von Red Bull Salzburg. Österreichs Fußball-Meister gewann am Sonntag zum Abschluss der 11. Bundesliga-Runde das Heimspiel gegen die Niederösterreicher mit 4:1 (2:1).

Von APA/Red. Erstellt am 05. Oktober 2014 (21:21)
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Damit feierte der SC Wiener Neustadt den neunten Sieg in Folge gegen die Truppe von Heimo Pfeifenberger. Der Rückstand der zweitplatzierten "Bullen", die in den jüngsten vier Pflichtpartien siegreich blieben, auf Spitzenreiter WAC beträgt weiterhin drei Punkte. Den Wiener Neustädtern wiederum fehlen nach wie vor zwei Zähler auf Platz neun. Die Tore für die Gastgeber erzielten Peter Ankersen (3.), Marcel Sabitzer (22.), Jonatan Soriano (78.) und Kevin Kampl (85.), der Ehrentreffer der Gäste gelang Herbert Rauter (31.).

Salzburg-Coach Adi Hütter hatte im Vergleich zum Europa-League-Sieg bei Astra Giurgiu einige Änderungen vorgenommen: Soriano, Alan und Christoph Leitgeb saßen zunächst nur auf der Bank, außerdem fehlte Andre Ramalho wegen einer Sperre. Auf der Gegenseite stand eine Tormann-Rochade im Mittelpunkt. Pfeifenberger ließ den früheren Red-Bull-Spieler Domenik Schierl in der Bundesliga debütieren.

Der 20-Jährige war schon in der 3. Minute zum ersten Mal geschlagen. Nils Quaschner setzte Ankersen ein, der mit einem Schuss ins lange Eck auf 1:0 stellte. Zum zweiten Mal musste Schierl in der 22. Minute nach einem Schuss von Sabitzer ins lange Eck hinter sich greifen, dafür rettete der Schlussmann gleich dreimal (20., 36., 43.) gegen Kevin Kampl. Der Slowene traf zudem in der 13. Minute nur die Stange.

Weit effizienter präsentierten sich vorerst die Wiener Neustädter, denen mit ihrem einzigen ernst zu nehmenden Angriff in der ersten Hälfte der Anschlusstreffer gelang. Rauter zog von der eigenen Hälfte aus auf und davon, ließ den mitgeeilten Stefan Ilsanker schlecht aussehen und schoss trocken ins lange Eck ein (31.).

Die erste Gelegenheit nach Wiederanpfiff hatte wieder Rauter - sein Volley zog nur knapp am langen Eck vorbei. Die Salzburger kamen dem dritten Treffer bei einem Stangentreffer von Ankersen (55.) und einem schwachen Sabitzer-Schuss aus aussichtsreicher Position (62.) nahe. Für die Entscheidung sorgte dann der kurz zuvor eingewechselte Soriano, der in der 78. Minute einen Freistoß im Tormann-Eck versenkte - sein 19. Tor im 12. Spiel gegen Wiener Neustadt. Fünf Minuten später hatte der ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Alan mit einem Lattenschuss Pech, in der 85. Minute gelang Kampl aus spitzem Winkel zwischen die Beine von Schierl das 4:1.

Für die Salzburger war es der vierte Pflichtspiel-Sieg in Folge. Die Bilanz gegen Wiener Neustadt steht bei neun Siegen aus den jüngsten neun Aufeinandertreffen bei einem Torverhältnis von 44:5. Allerdings schaffte es der Doublegewinner nicht mehr, so wie in den jüngsten sechs Duellen mit den Niederösterreichern zumindest fünf Tore zu erzielen.

Meinungen

 Adi Hütter (Salzburg-Trainer): "In dieser Konstellation wie heute haben wir noch nie gespielt, nicht einmal trainiert. Die Mannschaft war extrem jung, da kann man schon Verständnis dafür haben, wenn das eine oder andere nicht so funktioniert. Den einen oder anderen Leerlauf muss man mitnehmen, aber am Schluss zählen die drei Punkte. Nach dem Donnerstag-Spiel, in dem wir zu passiv waren, haben wir diesmal versucht, wieder weiter vorne zu attackieren, was wir auch gut gemacht haben. Wie Soriano die Freistöße schießt, ist Weltklasse."

Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Nach den ersten 20, 30 Minuten hätte ich gerne gleich zwei oder drei Mal gewechselt. Wir haben uns dann aber nach dem Anschlusstreffer stabilisiert und hatten sogar die Chance auf den Ausgleich. Aber letztlich haben wir wieder vier Tore bekommen, was bitter ist. Wir haben es am Anfang nicht geschafft, befreit aufzuspielen. Wir dürfen mit diesem Spiel nicht zufrieden sein und müssen daraus lernen."