Wiener Neustadt verliert Stützen. Melanie Krautwaschl und Dolores Rajic verlassen Wiener Neustadt. Ersatz kommt keiner.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 01. August 2017 (00:46)
Melanie Krautwaschl (l.) wird die Sporthauptschule zukünftig als Gegnerin betreten. Sie wechselt zu Österreichs Handball-Krössus Hypo.
Hauke

Mit Julia Forizs und Magdalena Höbinger (beide Hypo NÖ II) kommen zwei junge Spielerinnen zu den Neustädter Handballdamen (NÖN berichtete).

Auf der anderen Seite kehren nun zwei Leistungsträgerinnen ZV Handball den Rücken. Spielmacherin Dolores Rajic wird zukünftig für Atzgersdorf spielen. Flügel-Ass Melanie Krautwaschl zieht es hingegen in die Südstadt, zu Hypo NÖ. Obmann Stephen Gibson sieht vor allem Krautwaschls Abgang mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Wir sind natürlich traurig, so eine Spielerin zu verlieren. Andererseits muss man sagen, dass sie sich in den letzten drei Jahren bei uns so prächtig entwickelt hat, dass sie zu den besten rechten Flügeln in Österreich zählt, ihr linker Arm ist wie eine Peitsche.“

Krautwaschl, die das Engagement bei Hypo als Erfüllung eines Traums bezeichnet, meint nach drei Jahren in Wiener Neustadt: „Für mich persönlich war die Entscheidung von Graz nach Wiener Neustadt zu gehen eine sehr gute. Ich habe hier eine neue Herausforderung gefunden, mich persönlich und spielerisch gerade in der letzten Saison sehr verbessert.“

Neustadt will weiter Spielerinnen entwickeln

Für Krautwaschl hat Wiener Neustadt Ersatz gesucht. „In Österreich war nichts Interessantes am Markt und Legionärinnen sind illusorisch. Diese Zeiten sind vorbei“, meint Gibson, der in dieser Saison (Start im September) einen Platz in der oberen Tabellenhälfte anvisiert: „Das primäre Ziel ist aber einmal die Klasse zu halten.“