Handballerinnen sind zurück aus der Corona-Pause. Wiener Neustadt sagte letzte Woche Training und Match ab. Dem Match gegen Graz steht aus jetziger Sicht hingegen nichts im Weg.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 11. November 2020 (01:11)
Carina Stockhammer und Wiener Neustadt wollen am Wochenende in der WHA wieder abheben und gegen Graz siegen. 
 
Malcom Zottl

Das Prestigeduell gegen Hypo NÖ wurde am Samstag coronabedingt abgesagt. Zwar gab es bei Wiener Neustadt keine weiteren Coronafälle, wie berichtet wurden drei Spielerinnen positiv getestet, doch die Verantwortlichen entschieden sich, auf Nummer sicher zu gehen. „Wir sind vergangene Woche nicht zusammengekommen und haben den Trainingsbetrieb ausgesetzt. Und dann kann ich am Wochenende nicht gegen Hypo spielen – gegen keinen in der WHA, weil das Verletzungsrisiko einfach zu groß ist“, analysiert Obmann Stephen Gibson.

Dem Match gegen Graz sollte am Samstag (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) eigentlich nichts im Wege stehen. „Aber in Zeiten wie diesen weiß man das nie. Es braucht nur irgendwo wieder ein, zwei Fälle geben“, ist nicht nur bei Gibson Spontanität gefragt. Mittlerweile häufen sich die Absagen in der höchsten heimischen Damen-Liga. Lediglich zwei Partien fanden am vergangenen Wochenende planmäßig statt, bei vier Absagen.

„Wir sind vergangene Woche nicht zusammengekommen und haben den Trainingsbetrieb ausgesetzt. Und dann kann ich am Wochenende nicht gegen Hypo spielen.“ Stephen Gibson über die Absage der Neustädter WHA-Partie.

Während Wiener Neustadt die Auswärtspartien gegen MGA und Hypo noch irgendwann nachtragen muss, gibt es andere Vereine, die bereits vier Matches verschieben mussten, für Gibson noch kein Grund, um den Überblick zu verlieren: „Das bringt man schon noch alles unter. Gerade in unserem Fall. Die Fahrtstrecken sind nicht so weit. Das kann man auch irgendwann unter der Woche nachspielen“, glaubt Gibson. Gut schaut es auch mit den beiden Europacup-Partien gegen Malaga Ende November aus. Wenn sich die Einreisebestimmungen in den nächsten Tagen nicht ändern, kann das internationale Comeback der Wiener Neustädterinnen wie geplant über das Parkett gehen.

Während das Damen-Team weiter spielen darf, ruht beim Nachwuchs der Ball. Der Verein versucht mit den Spielerinnen in Kontakt zu bleiben. Für U18, U16, U14 und U13 begannen in der vergangenen Woche bereits die Einheiten auf Zoom. „Natürlich kann man nicht wirklich etwas handball-spezifisches machen. Es sind großteils Stabilisierungs- und Koordinationseinheiten“, schildert Gibson. Für die Kleineren, die U9, ist das Video-Trainingskonzept derzeit noch in der Ausarbeitung. Nächste Woche soll auch hier das Training im „Home Office“ beginnen. Hier soll so gut wie möglich ersucht werden, die Kids mit spielerischen Elementen bei Laune zu halten.