Kromoser: Trotz Spital in den Top Ten!. Beim Europacup in Wörgl ließ sich Christian Kromoser auch von einem Cut über dem Auge nicht stoppen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 07. Juni 2017 (02:25)
Im strömenden Regen. Nach seinem Sturz beim Aufwärmen am Samstag wartete auf Christian Kromoser (re.) – im Bild mit Trainingspartner Jakob Ulreich – am Sonntag sehr rutschiges Terrain.
Uwe Thien

Die Heim-Rennen in Wörgl bereiteten Christian Kromoser einiges Kopfweh. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei hatte das Europacup-Wochenende am Freitag mit einem soliden Vorlauf über 500 Meter und der Qualifikation für die besten 16 ganz ausgezeichnet begonnen.

Der Samstag startete dann nicht nach Wunsch. Kromoser kam beim Aufwärmen zu Sturz. Der eine Woche alte Helm ging dabei zu Bruch und der Waidhofner zog sich eine Platzwunde über dem rechten Auge sowie einige Schürfwunden zu. Blessuren, die er im Spital in Kufstein behandeln ließ. „Das Punkterennen am Abend hab ich zu dem Zeitpunkt eigentlich schon abgeschrieben gehabt“, gab Kromoser zu.

Die Kopfschmerzen verschwanden jedoch im Laufe des Nachmittags und so fasste der Medizinstudent einen Start doch noch ins Auge. „Ich probiere das Aufwärmen. Wenn das Kopfweh wieder kommt, lasse ich es, wenn nicht, dann starte ich“, hatte sich Kromoser vorgenommen. Nachdem er sich fit fühlte, stand er wenig später tatsächlich am Start und eroberte im stark besetzten Rennen, das vom Powerslide-Team dominiert wurde, Platz zehn. „Für die Umstände bin ich damit sehr zufrieden. Eine gewisse Hemmung, nicht ganz das Letzte rauszukitzeln, war aber schon da“, betonte der Mostviertler.

Dauerregen bescherte den Skatern am Sonntag dann schwierige Bedingungen. Trotz der rutschigen Bahn entwickelte sich die Elimination zu einem für Regen ungewohnt schnellen Rennen, das erneut vom Powerslide-Trio rund um den Neuseeländer Peter Michael beherrscht wurde. Christian Kromoser finishte als Neunter auch in diesem Bewerb mit einer Platzierung in den Top Ten. „Das war ganz akzeptabel“, fasste der 24-Jährige das Rennen zusammen.

Viel Zeit, sich von den Strapazen des Rennwochenendes zu erholen, bleibt Kromoser nicht. Am Montag saß er bereits wieder im Flieger nach Portugal, wo er bis 15. Juni ein Trainingslager absolviert. Anfang Juli steht in Lagos (Portugal) mit der EM dann das erste große Saisonhighlight am Programm.