Martin Zellhofer startet bei WM. Beim WM-Lauf in Schweden warten auf Zellhofer eisglatte Strecke und tiefe Temperaturen.

Von Anton Kovacs. Erstellt am 01. Dezember 2014 (10:05)
Motorsportler Martin Zellhofer aus St. Georgen/Ybbsfelde.
NOEN, privat
1994 schnupperte Martin Zellhofer  – damals noch völlig unerfahren – spontan mit einem Suzuki Swift erstmals WM-Luft in Schweden. Mit einem Getriebeschaden schied er vorzeitig aus. Dennoch ist seine Begeisterung für diese Veranstaltung nie verebbt.

Team durch nichts aus der Ruhe zu bringen

Im nächsten Jahr kommt es vom 12. bis 15. Februar zu einer Neuauflage. Diesmal allerdings mit einem jahrelang erarbeiteten fahrerischen Potenzial, gepaart mit einem technisch ausgereiften Suzuki Swift S1600 Werksauto, das sich international sehen lassen kann.

Dazu wird Zellhofer begleitet von einer Mannschaft, die bei EM-Läufen und in der heimischen Meisterschaft beste Arbeit geleistet hat und durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist.

Zellhofer wählte Schweden deshalb für seinen WM-Auftritt, weil er bei mehreren Besuchen die Charakteristik kennenlernte. „Es geht an den drei Tagen über flache, kurvenreiche Passagen, in denen Hügel für Abwechslung sorgen, durch Wälder und das alles bei Schnee und vor allem Eis. Dazu stehen allen Teilnehmern nur zwei Sorten von Spikereifen zur Verfügung, die mit ein und denselben Spikes bestückt sind. Das vereinfacht vieles“, so Zellhofer.

Und der St. Georgener ergänzt: „Nachdem ich mit Per Carlsson, der bei Raphael Sperrer als Beifahrer tätig war, in Verbindung bin, wird mir und meinem Co-Piloten André Kachel vor Ort viel an logistischer Arbeit abgenommen.“

Schnee und Eis kommen Zellhofer sehr entgegen

Dem WM-Starter kommen die Eislaufplatz- und Schneebedingungen sehr entgegen. „Ich weiß, dass es kein ruhiges Fahren geben wird, Querfahren ist angesagt. Mit einem leichten Überbremsen auf der Hinterachse geht es im Drift schon flott durch die Kurven. Ich will in meiner Division vorne mitfahren.“

Und sollte das Duo einmal in die schneereiche Botanik abfliegen, kommt die Schneeschaufel, die jeder Teilnehmer mitführen muss, zum Einsatz.

Sonderprüfungen, die 35 Kilometer lang sind, kosten Kraft und Konzentration. Zellhofer lebt bereits nach dem Ernährungsplan, der von Tochter Silvia für ihn erstellt wurde. Dazu arbeitet er an seiner Fitness. Neben dem täglichen Lauftraining kommt auch das Krafttraining nicht zu kurz.


Hintergrund:

  • Name: Martin Zellhofer

  • Geboren am: 18.7.1964

  • Wohnort: Hart/St. Georgen/Y.

  • Beruf: Kfz-Mechanikermeister, Firmeninhaber

  • persönliche Erfolge: Staatsmeister im Rallye Cross, Rallye- Staatsmeister in der Gruppe N und in der Division II bei den 2WD- Fahrzeugen

  • Erfolge als Teamchef: zwei Rallye-Meistertitel in der Division II bei den 2WD-Autos, 11 Jahre Suzuki Cup

  • Hobbies: Familie, Rinderzucht