Waidhofner Berger war den Ex-Profis auf den Fersen. Beim Ötztaler Marathon finishte Dietmar Berger vier Minuten nach Paco Wrolich und Rene Haselbacher. Zwei der vier Pässe absolvierte er sogar schneller als die ehemaligen Profis.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 05. September 2017 (02:48)
Strapazen haben sich gelohnt. Mit der erfolgreichen Teilnahme am Ötztaler Radmarathon hat sich der Waidhofner Dietmar Berger einen Lebenstraum erfüllt.
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Er hat sich einen Lebenstraum erfüllt. Am vergangenen Sonntag startete der Waidhofner Dietmar Berger beim 37. Ötztaler Radmarathon in Sölden und absolvierte die 238 Kilometer lange Distanz mit 5.500 Höhenmeter in der hervorragenden Zeit von 9:11 Stunden.

Der Jubel im Ziel war groß, als der 39-jährige Geschäftsführer von Metall Recycling in Amstetten und Metran Handel in Kematen am späten Nachmittag das Ziel in Sölden erreichte.

„War eine unglaubliche Erfahrung“

Die Strecke führte über vier lange Pässe – Kühtai, Brenner, Jaufenpass und zum Abschluss noch das fast 30 Kilometer lange Timmelsjoch auf italienischem Boden – und wurde zwei Tage zuvor heuer erstmals von internationalen Profis in Angriff genommen. Beim PRO Ötztaler 5500 gewann der tschechische Tour de France-Fünfte Roman Kreuziger vor Tour de Suisse-Sieger Simon Spilak.

Und zwei Tage später stand das Ötztal dann mit dem Marathon Kopf. Über 4.300 Teilnehmer aus 40 Nationen bestritten den Marathon, den der Italiener Stefano Cecchini für sich entschied. Dietmar Berger – früher erfolgreicher Tennisspieler, der erst vor wenigen Jahren aufs Rad wechselte – belegte in seiner Klasse den respektablen 457. Platz.

„Es war eine unglaubliche Erfahrung. Viele Monate Training waren dafür notwendig und als Nicht-Profi kann man sich da nur bei seiner Familie bedanken, dass sie so viel Zeit und Geduld aufgebracht haben“, erklärte der Zeller, der auf eine Leistung ganz besonders stolz ist: „Ich war zwar im Ziel nur vier Minuten hinter den Ex-Profis Rene Haselbacher und Paco Wrolich, aber dafür war ich am Jaufenpass und Timmelsjoch schneller“, grinste der zweifache Familienvater sichtlich stolz.

Dieter Wieser vom Bike Team Ginner nahm den Ötztaler Radmarathon ebenfalls in Angriff und belegte mit einer Zeit von 9:19 Stunden den 937. Gesamtrang.