Katharina Huber: „Batterien noch nicht leer“. Katharina Huber schied zum Ende der Weltcup-Saison vier Mal in Folge aus. Dennoch zeigte sich die Technikspezialistin bereits zuversichtlich für die neue Saison.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 07. April 2021 (03:07)
Katharina Huber
AFP/Nukari, APA/Groder

Eine Saison mit Auf und Abs für Katharina Huber fand zu Ostern ihr Ende. In der NÖN lässt die 25-Jährige das Jahr noch einmal Revue passieren.

NÖN: Bei den österreichischen Meisterschaften bist du in der Kombination auf Rang vier gefahren. Wie sehr haben auch die Erfahrungen bei der Weltmeisterschaft geholfen?

Katharina Huber: Ich habe bei den Weltmeisterschaften zum ersten Mal einen Super-G bestritten und es hat mir richtig Spaß gemacht. Natürlich fehlt es hier an Erfahrung und dem notwendigen Training. Aber grundsätzlich gefällt es mir sehr gut, den Slalom mit dem Super-G zu verbinden. Und jede absolvierte Kombination bringt ein Mehr an Erfahrungen mit sich.

Wirst du nun vermehrt auch in den Speed-Disziplinen trainieren?

Gemeinsam mit meinem Trainerteam habe ich mich schon vor einem Jahr dazu entschlossen, Speedelemente in das Trainingsprogramm mitaufzunehmen. Neben meiner Spezialdisziplin Slalom ist der Riesentorlauf meine Herzensangelegenheit und auch dazu braucht man den Speed. Aber mir gefällt es grundsätzlich sehr gut, abwechslungsreicher zu trainieren.

Zu Beginn der Saison ist es immer besser gelaufen. Nach der Weltmeisterschaft hattest du mehrere Ausfälle. War es teilweise zu viel Risiko?

Grundsätzlich kann man nur mit einer gewissen Risikobereitschaft schnell Ski fahren. Im Weltcup gibt es viele sehr gute Athletinnen. Da kann man es sich gar nicht leisten, ohne Risiko zu fahren. Es war nicht ein zu viel an Risiko, sondern es hat hier und da auch das gewisse Quäntchen Glück gefehlt, wie zum Beispiel der Einfädler in Jasna. Natürlich kann man mit mehr Rennerfahrung besser an gewisse Kombinationen herangehen. Aber die Risikobereitschaft muss erhalten bleiben, will man ganz nach vorne kommen.

Wie sehen die nächsten Wochen nach der Saison aus?

Wir werden die derzeit sehr guten Bedingungen zum weiteren Schneetraining nutzen. Obwohl die letzte Saison mit den Corona-Bestimmungen eine sehr Spezielle war, sind die Batterien noch nicht leer und ich freue mich auf diese Trainingseinheiten. Wenn alles passt, werden wir bis Mai trainieren. Und natürlich steht ab sofort auch wieder ein verstärktes Konditionstraining auf dem Programm.

Was waren für dich die Höhepunkte in diesem Jahr?

Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Cortina d‘ Ampezzo war sicher mein Höhepunkt. Mit dem 13. Platz in der Kombination habe ich in dieser Disziplin erste Erfahrungen sammeln können. Leider hat der Spezialslalom nicht nach Wunsch funktioniert. Dennoch ist jede WM-Teilnahme immer etwas Besonderes. Wenn auch die Zuschauer gefehlt haben, ist der Flair doch unvergleichbar und einzigartig.

Welche Ziele hast du für die kommende Saison?

In erster Linie werde ich mich auf die Saisonvorbereitung konzentrieren und versuchen, mich in allen Disziplinen weiterzuentwickeln und zu stabilisieren. Da gilt es wieder viel zu tun. Und dann hoffe ich in erster Linie, dass wir wieder Zuschauer bei den Rennen haben werden. Für die kommende Saison ist es mein Ziel, wieder Schritte nach vorne zu machen, eine Konstanz in mein Skifahren zu bringen und mich weiter zu entwickeln.