Nordmänner starten mit Doppel

Am Wochenende wird es für URW Waldviertel wieder richtig ernst. Meisterschaft und Cup stehen am Programm. Das große Ziel: Einzug ins Finale.

Bernd Dangl
Bernd Dangl Erstellt am 22. September 2021 | 02:10
Volleyball: Nordmänner starten mit Doppel
Applaus soll es für die URW Waldviertel in dieser Saison genug geben. Die Nordmänner sind gleich bei vier Bewerben mit dabei. Das große Ziel bleibt das Erreichen des Bundesliga-Finales.
Foto: Maximilian Köpf

Das lange Warten ist vorbei

Die Nordmänner kehren mit einem Pflichtspiel-Doppel in die Halle zurück. Die Vorfreude ist groß und Manager Werner Hahn gibt zu: „Bei aller Routine ist immer auch ein bisschen Nervosität dabei …“ Und Stress – denn den bringt der Auftakt am kommenden Wochenende mit sich. Am Samstag startet für die URW Waldviertel die Meisterschaft in Weiz, am Sonntag geht‘s im Cup nach Linz. „Hinfahren, spielen, essen, heimfahren, gemeinsam frühstücken, zum nächsten Spiel fahren“, umschreibt Hahn die Szenerie, die wieder viel Organisation im Hintergrund bedurfte. Denn auch den Cup bestreitet die URW mit dem Bundesliga-Kader. Der Auftakt zur Serie von fünf Spielen in zehn Tagen …

Die Dauerbrenner. Die URW Waldviertel ist das einzige Bundesliga-Team, das in der kommenden Saison an vier Bewerben teilnimmt: Meisterschaft-Grunddurchgang, Cup, MEVZA und Europacup. Während die ersten beiden Bewerbe eben am Wochenende starten, hängen die anderen noch in der Warteschleife. Die MEVZA beginnt im Oktober. Im Europacup, wo es in der ersten Runde ein Freilos gab, kommt es für die Nordmänner Mitte Dezember zum Duell mit Viking Bergen. „Dann spielen die Nordmänner gegen die Wikinger“, scherzt Werner Hahn, der sich auch für den Europacup etwas erhofft. „Wir sind schon im Sechzehntel-Finale – mal schauen, wie weit es geht.“

60 Spiele bis zum Finale

Für die Meisterschaft ist das Ziel klar – es soll ins Finale gehen. 60 Spiele hätte Waldviertel dann absolviert – so viele, wie keine andere Mannschaft. „Unser großes Ziel“, sagt Hahn. Dafür wurde einiges unternommen: Neue Spieler, Innovationen im Verein und ein noch professionelleres Umfeld. Auch „Guru“ Franz Ziegler ist retour.

Alle Mann an Board

Hahn wünscht sich, dass die aktuelle Trainingswoche noch ohne Zwischenfälle abläuft. „Dann sind alle Mann an Board. Alle sind fit – kleinere Wehwehchen wie einen verletzten Finger gibt‘s ja ohnehin immer.“

Vorfreude auf die Fans

Dass im Gegensatz zur Vorsaison diesmal wieder Fans erlaubt sind, freut Hahn besonders. „Es gibt ein Vakuum. Die Leute sind richtig heiß auf Volleyball.“ Schon bei der Teampräsentation sei das spürbar gewesen. Angst, dass es wieder zu Geisterspielen kommt, hat Hahn nicht. „Vielleicht wird auf 2G umgestellt. Aber schon unser Auftakt bei der Teampräsentation hat gezeigt: 97 Prozent der Anwesenden waren geimpft.“ Die Nordmänner rüsten sich also für eine volle Halle – unter den Voraussetzungen, die behördlichen Auflagen zu erfüllen: „Die Behörden machen die Vorgaben nicht aus Jux, sondern weil das ihr Job ist. Für uns gilt, dass wir flexibel sind und alles rasch umsetzen, was vorgegeben wird“, sagt Hahn.