Erstmals klappte es in fremder Halle. In Hartberg feierte die Union Waldviertel den ersten Auswärtssieg in der aktuellen Bundesliga-Saison.

Von Christopher Eckl. Erstellt am 02. Dezember 2014 (09:00)
Obenauf. In der Austrian Volley League bekam die »Auswärtsluft« der Union Waldviertel bislang nicht gut. Dies änderte sich in Hartberg - die Steirer wurden dank einer Leistungssteigerung nach verlorenem ersten Satz mit 3:1 bezwungen.
NOEN, Michael Salzer

HARTBERG - WALDVIERTEL 1:3. Auswärtspartien in der Bundesliga und die Union Waldviertel – das wollte in der aktuellen Spielzeit bisher nicht so recht zusammen passen. Bei drei Auftritten in der Fremde gab es für die URW keinen Sieg zu bejubeln.

Auch in Hartberg sah es im Eröffnungssatz nicht nach einem Erfolgserlebnis für die Union aus – früh rissen die Waldviertler einen Rückstand von fünf Punkten auf. „Wir haben gewusst, wie wichtig das Spiel für uns ist und zu nervös angefangen. Ab der Mitte ersten Satzes haben wir uns zwar kontinuierlich gesteigert, es am Ende aber doch nicht geschafft, den großen Punkteabstand aufzuholen“, fasste Kapitän und Zuspieler Michal Peciakowski das Geschehen auf dem Parkett zusammen. Wesentlich besser lief es im folgenden Abschnitt – und das lag nicht nur an der nun abgelegten Nervosität.

Augenscheinlich und entscheidend war vor allem, dass die Gäste eine frappante Steigerung der Annahmeleistung hinlegten. Während in Set eins nur rund die Hälfte aller gegnerischen Aufschläge positiv verarbeitet wurden, nahmen die Hauptadressaten Rudinei Boff und Nik Maurer in den drei folgenden Sätzen beinahe fehlerlos an! In den Durchgängen zwei und drei zog die URW-Sechs früh davon und ließ am Satzende nichts mehr anbrennen. Die Steirer kamen erst gegen Ende des abschließenden vierten Sets auf. Auch da präsentierten sich die Waldviertler in den engen Phasen abgeklärter und beendeten ihre negative Auswärtsserie. Hartberg ist dagegen in der Abwärtsspirale. „Bei uns läuft derzeit einfach alles quer“, kommentierte TSV-Geschäftsführer Markus Gaugl die aktuelle Situation.

CEV Challenge Cup, 3. Runde

NOVI SAD - WALDVIERTEL, Dienstag, 19 Uhr. Als krasser Außenseiter, aber regeneriert (nachdem die AVL-Partie gegen Enns verschoben wurde) tritt die Union beim zwölffachen serbischen Meister an. „Ich schätze Novi Sad in etwa so stark ein wie Aich/Dob. Die sind vor allem auswärts wohl nicht in unserer Kategorie“, zeigt URW-Manager Werner Hahn großen Respekt.