„Nordmänner“: So geht‘s nach der Pause weiter

Waldviertels Derby-Doppelpack am Wochenende fiel aus. In der Lockdown-Phase steht ein Monsterprogramm ins Haus.

Erstellt am 24. November 2021 | 02:39
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Vorerst müssen die „Nordmänner“ (rechts: Samuel Taylor-Parks) punkten, ohne Applaus von den Fans zu bekommen. Der Spitzensport darf im Lockdown nur ohne Zuseher weitermachen.
Foto: Franz Atteneder

Freitag in Zwettl, am Sonntag in Amstetten: So sah der Plan für den Derby-Doppelpack in der Austrian Volley League aus. Die Pläne wurden aber am Nachmittag des Freitags durchkreuzt. Der Grund: In Amstettens Mannschaft grassiert derzeit ein Virus (kein Corona!), reihenweise Ausfälle stehen seit dem Europacup-Gastspiel in der Ukraine auf der Tagesordnung. „Amstetten hat uns mitgeteilt, dass sie keine konkurrenzfähige Mannschaft stellen können“, sagt Waldviertel-Manager Werner Hahn.

Gleichzeitig wurde auch gleich die Sonntagspartie abgesagt. Vorerst wurden diese beiden Spiele ans Ende des Grunddurchgangs angereiht. Waldviertels letztes Spiel wäre hier am 1. Dezember. Spätestens am 11. Dezember muss der Grunddurchgang abgeschlossen sein. Praktisch sei das bei dichtem Spielplan inklusive Europacup und MEVZA-Liga aber kaum durchführbar, meint Werner Hahn. „In diesem Fall wurde uns vom Verband zugesichert, dass beide Spiele mit 3:0 für uns gewertet werden.“

Als Alternativ-Programm schoben die „Nordmänner“ Freitagabend ein Show-Training ein - das bereits angerichtete Buffet sollte so noch unter die Fans gebracht werden. „Schade, wir hätten gerne gespielt. Es wären zwei tolle Spiele geworden“, sagt Manager Hahn. Aber nicht nur diese beiden Absagen sorgen für Stirnrunzeln, sondern vor allem auch der seit Montag geltende Lockdown. Der Spitzensport darf zwar – im Gegensatz zum Amateursport, der pausieren muss – weitermachen, muss aber auf Zuschauer verzichten. Eintrittsgelder und Buffet-Erlöse gehen dadurch verloren, dazu die Bindung zu den Fans. „Wir waren zuletzt in einem richtigen Flow. Es hat sportlich gepasst, die Zuschauer sind wieder gekommen. Und jetzt wieder das“, ist der Manager traurig.

Hält der Spielplan, dann wären die „Nordmänner“, heute, Mittwochabend in Klagenfurt im Einsatz. Samstag geht es nach Tirol, kommenden Mittwoch nach Hartberg. Das nächste Heimspiel steht am 3. Dezember gegen Graz in der MEVZA am Programm. Dann käme es bereits zum Europacup-Doppelpack gegen Viking Bergen. Aufgrund der Corona-Situation und um unnötige Reisen zu verhindern, werden beide Spiele (7. und 8. Dezember) in Zwettl ausgetragen. „Darauf haben wir uns mit den Norwegern geeinigt“, erzählt Hahn. Wie es mit dem Europacup weitergeht, darauf wartet Hahn noch auf eine Mitteilung vom europäischen Verband. „Es ist ja bereits alles organisiert. Die Unterkunft, die Flüge für die Gäste und für die Schiedsrichter“, sagt Hahn.