Schon jetzt drei Verletzte bei URW Waldviertel. Nordmänner mussten im wichtigen Duell in Bleiburg auf zwei Stammspieler und einen Neuen verzichten.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 09. Oktober 2019 (08:28)
Franz Atteneder
Waldviertels Dawid Siwczyk (re.)verletzte sich im Abschlusstraining am Knie. Der Mittelblocker fehlte gegen Aich/Dob.

Von Mittwoch bis Samstag waren die Waldviertler zwischenzeitlich Tabellenführer der Austrian Volley League, ehe Aich/Dob die Verhältnisse wieder zurechtrückte. An der Überlegenheit der Kärntner hat sich auch nach der Saisonpause nicht geändert, das ist URW-Manager Werner Hahn bewusst: „Es ist wie im Vorjahr, Aich/Dob ist ein bisschen besser als der Rest. Aber die Kluft ist schon kleiner und die Liga insgesamt stärker geworden“, sagt er.

 „Die MEVZA ist für uns ein Probegaloppbewerb, wo wir schauen, wozu wir imstande sind.“ Werner Hahn, URW Manager

 Trotz der Niederlage spricht er nach zwei Siegen aus den ersten drei Auswärtsspielen aber von einem gelungenen Start. Auch weil Trainer Zdenek Smejkal am Wochenende bereits mit einigen personellen Problemen zu kämpfen hatte. „Wir haben die Situation mit den Ausfällen sehr gut gelöst“, ist Hahn stolz. Mittelblocker Dawid Siwczyk verletzte sich im Abschlusstraining am Knie. „Da müssen wir erst das MRT-Bild abwarten“, erklärt Hahn. „Maciej Borris hat sich an der Schulter wehgetan, er arbeitet aber schon mit dem Physio-Team an seiner Rückkehr. Lukasz Szarek hat eine schwere Entzündung der Patellasehne, das wird ein paar Tage oder sogar Wochen dauern.“

Niels de Vries „eine echte Bereicherung“ 

 Nach überstandenen Oberschenkelproblemen kam Neuzugang Niels de Vries gegen Weiz noch nicht zum Einsatz, war gegen Aich/Dob aber schon mittendrin im Geschehen. „Auch wenn er noch nicht bei 100 Prozent ist, ist er eine echte Bereicherung für uns. Niels ist eine wichtige Persönlichkeit und auch sportlich wertvoll“, meint der Manager. Auch den übrigen Neulingen Arthur Darmois und Maciej Borris streut Hahn Rosen: „Auf die Leistungen kann man aufbauen. Sie haben sich schon sehr sehr gut integriert und an unseren Spielstil angepasst.“

Am Wochenende stellen sich die Neuen gleich zweimal beim Heimpublikum vor. Zagreb gastiert in der zweiten Runde des MEVZA-Grunddurchgangs am Freitag in der Zwettler Stadthalle, am Sonntag kommt in der Liga Klagenfurt. Für Hahn sind die Prioritäten klar verteilt: „Die MEVZA ist für uns ein Probegaloppbewerb, wo wir gegen große Teams schauen, wozu wir imstande sind“, sagt er. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Liga. Da gehen wir gegen Klagenfurt als Favorit in die Partie. Ich bin schon gespannt, wie viele Zuschauer kommen und wie sie unser Spiel aufnehmen.