URW-Volleyballer: Jetzt geht‘s auch in der AVL los. Nordmänner starten mit Doppelnummer gegen Aich/Dob in die Toprunde der AVL-Elite.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 02. Dezember 2020 (02:46)
Große Vorfreude bei den Waldviertler Volleyballern. Nach zweieinhalb Wochen Quarantäne steht wieder ein Spieltag bevor – und ein dichtes Programm.
Franz Atteneder

Ein paar Wochen früher als geplant fällt am Krampustag für die URW Waldviertel der Startschuss zur heurigen AVL-Saison. Und die beginnt gleich mit zwei Leckerbissen. Am Samstag gastiert Aich/Dob in der Zwettler Stadthalle, am Dienstag darauf kommt‘s gleich zum Rückspiel in Kärnten und folgenden Samstag kommt Graz nach Zwettl – freilich alles ohne Zuschauer.

Amstetten zu Top-Teams

Die Austrian Volley League wird heuer wie berichtet im neuen Modus ausgetragen. Während Waldviertel, Serienmeister Aich/Dob und Graz für die neue Toprunde gesetzt waren, daher in den ersten beiden Monaten spielfrei waren, matchten sich im Grunddurchgang sechs Teams um das vierte Toprunden-Ticket. Das ergatterte vorzeitig Amstetten – also werden in der AVL-Elite zwei Teams aus Niederösterreich vertreten sein!

„Da schon fix ist, dass Amstetten den Grunddurchgang gewinnt, haben wir vereinbart, dass wir früher in die Toprunde starten“, erklärt URW-Manager Werner Hahn. „Es sind ohnehin so viele Spiele zu absolvieren, da ist es für alle besser, wenn wir sie besser verteilen können.“

Kleine Vorbereitung eingeschoben

Zudem brennen die Nordmänner nach der coronabedingten Pause auf Spiele! Der Großteil der Mannschaft musste sich nach dem Europacup-Match in Luzern mit positiven Tests in Quarantäne begeben. Der Betrieb stand komplett still. Erst seit vorigem Mittwoch steht die gesamte Mannschaft wieder im Training.

„Wir mussten eine kleine Vorbereitung einschieben, verstärkt Kraft und Ballübungen trainieren“, schildert Hahn. „Die Spiele gegen Aich/Dob kommen fast ein bissl früh für uns. Aber wir wollen natürlich eine gute Figur abgeben.“

Aich/Dob als harter Brocken

Die Kärntner sind stark drauf, schlugen zuletzt in der MEVZA-Liga Tabellenführer Ljubljana. „Das wird sicher eine schwere Aufgabe“, ist sich Hahn bewusst. „Aber wir haben Aich/Dob heuer schon einmal geschlagen. Ich bin überzeugt, dass wir das wieder schaffen können.“

Nach der Corona-Pause sind alle Spieler wieder fit, gerade dabei, das bisschen Muskelmasse, das einige während der Pause verloren haben, wieder raufzutrainieren. „Sie brennen schon darauf, endlich wieder spielen zu können“, sagt Hahn.

Spiele um Play-off-Plätze im ORF zu sehen?

Die Toprunde versteht sich übrigens als Zwischenrunde, alle vier teilnehmenden Teams sind fix für das danach folgende Play-off qualifiziert. Bis 17. Februar geht es aber um die Setzung für das Viertelfinale. Gegner dort sind die vier besten Teams des (ohne Amstetten) weitergeführten Grunddurchgangs (jetzt Phase II).

Während die Zuschauer weiter ausgesperrt sind, verhandeln ORF und ÖVV, nicht nur die Play-offs, sondern schon jetzt wöchentlich AVL-Spiele im Fernsehen zu übertragen. „Ich bin optimistisch, dass das auch klappen wird“, sagt Hahn. „Das wäre natürlich eine tolle Möglichkeit für uns, die wir auch so oft wie möglich nutzen wollen.“